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Wasserunfälle: Statistik steht in der Kritik

ZUG ⋅ Wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft mitteilt, sind 2014 vier Personen in Zug ertrunken. Die Polizei bestätigt dies – findet die Erhebung aber fragwürdig.

Im Vergleich zu 2013, als die Rettungsschwimmer noch 52 Ertrinkungsopfer in der Schweiz registrierten, ist die Zahl in der letzten Badesaison mit 27 Todesfällen fast um die Hälfte zurückgegangen. «Je schlechter das Wetter ist, desto weniger Leute halten sich am Wasser auf, und die vielen Niederschläge und tiefen Temperaturen waren ja alles andere als einladend zum Baden», sagt Philipp Binaghi, Leiter Kommunikation und Marketing der SLRG. Damit seien weniger Menschen vom Ertrinken bedroht gewesen.

Und trotzdem liest sich die SLRG-Statistik zu den Ertrunkenen in der Schweiz im vergangenen Jahr sehr traurig. Denn im Kanton Zug und im Kanton Bern hat es je vier Personen gegeben, die 2014 ertranken – die meisten in der Schweiz. Die Zuger Polizei kritisiert indes die Art der Erhebung der Statistik. Grund: Bei den vier Ertrunkenen im Kanton Zug handelt es sich nicht um Badeunfälle, sondern um tragische Todesfälle.

Wolfgang Holz

 

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