Zuger setzen im Baugesetz auf Verdichtung

VERDICHTUNG ⋅ Nachbarschafts-Streitigkeiten sollen im Kanton Zug eine neue gesetzliche Grundlage erhalten: Der Kantonsrat hat am Donnerstag die so genannt "nachbarrechtlichen Bestimmungen" in erster Lesung revidiert und dabei auf Verdichtung gesetzt.

Die bisher gültigen Bestimmungen stammen aus dem Jahr 1911. "Verdichtetes Bauen" war damals noch nicht notwendig. Mittlerweile ist der Platz im Kanton Zug knapp geworden - und die gesetzlich verordneten Abstandsregeln sind nicht mehr zeitgemäss. Der Kantonsrat passte die Bestimmungen deshalb heutigen Verhältnissen an. Geregelt ist insbesondere die Frage, welche Rechte Anwohner haben, deren Liegenschaften durch den Schattenwurf von geplanten Gebäuden beeinträchtigt würden. Entsprechende Einsprachen werden im regulären Baubewilligungsverfahren berücksichtigt.

Schweinestall-Regeln aus dem Jahr 1911

Auch eine allfällige Entschädigung, die in den Regeln von 1911 noch erwähnt war, strich das Parlament. Der Kantonsrat richtete auch andere Bestimmungen auf Verdichtung aus. So wurden etwa Mindestabstände zu Misthaufen und Schweineställen aus dem Gesetz gestrichen. Die zweite Lesung findet in einigen Wochen statt. (sda/cv)


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: