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Zuger Regierung muss häufig Firmen informieren

UNTERNEHMEN ⋅ Der Zuger Regierungsrat spürt Auswirkungen der Masseneinwanderungsinitiative: Die Behörden müssen muss oft verunsicherten Unternehmen die Sachlage erklären.

«In Einzelfällen» sind Ansiedlungs- und Investitionsentscheide von ausländischen Unternehmen sistiert worden, bis mehr Klarheit über die Umsetzung des neuen Verfassungsartikels besteht. Dies schreibt die Zuger Regierung in einer Antwort auf zwei Interpellationen von SP und Alternative - die Grünen.

Die Behörden seien in den letzten Monaten zudem stark von international tätigen Firmen beansprucht worden, um die Situation und die mögliche zukünftige Entwicklung zu erläutern. Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel nehme durchschnittlich alle zwei bis drei Wochen persönlich an einem Firmenbesuch teil. Die Verantwortlichen internationaler Firmen mit Sitz im Kanton Zug stünden unter erhöhtem Rapportierungsdruck gegenüber den Firmenzentralen im Ausland.

Unterschiedliche Gründe für Wegzug

Die Zuger Wirtschaft sei schon immer sehr dynamisch gewesen, hält der Regierungsrat fest. So seien im vergangenen Jahr 2610 Firmen im Handelsregister neu eingetragen worden, gleichzeitig seien aber auch 2525 gelöscht worden. Die Gründe des Wegzugs seien unterschiedlich und würden von den Firmen selten öffentlich kommuniziert.

Investitionen würden aber nicht nur auf der Basis des Ist-Zustandes geplant, sondern auch aufgrund «mutmasslich eingeschätzter, zukünftiger Standortbedingungen». Deshalb rechnet der Regierungsrat damit, dass nur wenige Firmen ankündigen, die Schweiz aufgrund des Volksentscheides vom 9. Februar 2014 zu verlassen.

(sda)

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