12 Zuger zahlen in der Stadtverwaltung mit Bitcoins

ZUG ⋅ In der Zuger Stadtverwaltung kann man Gebühren weiterhin mit Bitcoins bezahlen. Der Stadtrat hält am elektronischen Zahlungsmittel fest und prüft sogar die Einführung von weiteren Möglichkeiten.
15. Dezember 2016, 12:56

Seit dem 1. Juli kann man Gebühren bis 200 Franken am Schalter der Einwohnerkontrolle im Zuger Stadthaus mit Bitcoins begleichen. Getan haben dies nur ein Dutzend Kundinnen und Kunden, wie die Stadt Zug am Donnerstag mitteilte. Für die Stadtverwaltung habe es sich dennoch gelohnt.

"Es war für uns eine wichtige Erfahrung, die Technologie für Bitcoin-Zahlungen zu installieren und zu testen", wird Stadtpräsident Dolfi Müller (SP) in der Mitteilung zitiert. Man habe so auch gegenüber den Fin-Tech-Unternehmen ein positives Zeichen setzen und ein internationales Medienecho auslösen können.

Aufgrund der positiven Erfahrung evaluiert der Stadtrat nun weitere elektronische Zahlungsmittel. Zur Diskussion stehen Twint und ApplePay. Neben elektronischen Zahlungsmitteln will er eine davon losgelöste Anwendung der Verschlüsselungstechnologie Blockchain prüfen.

Darüber hinaus werden Digitalisierung und E-Government im kommenden Jahr für die Stadtverwaltung zentrale Themen sein, wie es weiter heisst.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit, mit der Überweisungen direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt werden können, ohne dass dazu eine zentrale Abwicklungsstelle - etwa eine Bank - notwendig ist. Der Zahlende muss lediglich die Bitcoinadresse des Zahlungsempfängers kennen, um einen Betrag zu überweisen. Der Kurswert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage.

sda/rem


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