6 Millionen für Sanierung der Kantonsstrasse in Baar

STRASSENVERKEHR ⋅ In Baar wird die Kantonsstrasse im Abschnitt Margel-Talacher saniert und ausgebaut, damit sie den erwarteten Mehrverkehr aufnehmen kann. Der Zuger Kantonsrat hat einen Kredit über 5,82 Millionen Franken am Donnerstag mit 56 zu 18 Stimmen genehmigt.
30. März 2017, 09:54

Die Ägeristrasse ist heute nur als Verbindungsstrasse klassifiziert. Mit dem Projekt der "Tangente Zug/Baar" soll sie inskünftig zur direkten Anbindung der Berggemeinden an das übergeordnete Nationalstrassennetz dienen. Statt 8100 wie heute wird sie im Jahr 2030 etwa 12'800 Fahrzeugen pro Tag schlucken müssen.

Die SVP sprach sich dennoch gegen den 6-Millionen-Kredit aus. "Wir haben uns im Kanton Zug zum Sparen verpflichtet", sagte SVP-Kantonsrat Rainer Suter.

Es sei zwar nachvollziehbar, dass die Zubringerstrassen zur Tangente saniert sein müssten, so Suter. Vorliegend handle es sich aber um "eine Vergoldung der Strasse". Wo keine Leitplanken stünden, sollten welche hin; und wo solche vorhanden seien, würden sie entfernt, kritisierte Suter.

Von einer Vergoldung könne keine Rede sein, entgegnete Baudirektor Urs Hürlimann (FDP). Ohnehin trüge der Schein. Die Strasse sei in einem schlechten Zustand, sie müsse dringend saniert werden.

Ausser der SVP stimmten in der Folge alle anderen Fraktionen dem Projekt zu. Es mache keinen Sinn, für 200 Millionen Franken eine Tangente zu erstellen, um dann bei den Zubringerstrassen neue Nadelöhre zu schaffen, sagte Gabriela Ingold (FDP). Thomas Meierhans (CVP) bezeichnete das Projekt als ausgewogen und sinnvoll. Die SP begrüsste insbesondere den vorgesehenen Bau eines Radstreifens.

Laut Antrag des Regierungsrat soll mit dem Ausbau der Strasse im Jahr 2019 begonnen werden. Die Arbeiten dürften rund eineinhalb Jahre dauern. (sda)


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