640 Sechstklässler messen ihre Sprachkenntnisse

KANTON ZUG ⋅ Von Mai bis Juni nehmen 640 Zuger Sechstklässlerinnen und Sechstklässler an schweizweiten Prüfungen teil. Geprüft wird, ob die nationalen Bildungsziele in Deutsch und Englisch erreicht werden.
15. Mai 2017, 15:27

Im vergangenen Jahr hatten sich Zuger Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen in Mathematik an den landesweiten Prüfungen beteiligt. Nun sind laut einer Mitteilung der Zuger Bildungsdirektion jene der 6. Klassen und in den Fächern Deutsch und Englisch dran.

Mit der «Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen», kurz ÜGK will die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) in Erfahrung bringen, wie gut die Bildungsziele erreicht werden. Weitere Erhebungen sind von der EDK noch nicht geplant, man will zuerst die beiden Durchführungen 2016 und 2017 auswerten.

Nicht mit Papier und Bleistift

Schweizweit nehmen dieses Jahr rund 22 000 Schülerinnen und Schüler teil. Im Kanton Zug sind es rund zwanzig Schülerinnen und Schüler je Schulhaus, insgesamt etwa 640 Kinder, die sich in Deutsch und Englisch prüfen lassen.

Die Schülerinnen und Schüler wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Tests werden nicht mit Papier und Bleistift absolviert, sondern auf Tablets und online. Geprüft werden Lesen und Orthografie in Deutsch sowie Lesen und Hören in Englisch. Der Test dauert etwa drei Stunden.

Steuerungswissen entsteht anderswo

Für den Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss sei allerdings fraglich, welches Steuerungswissen für den Kanton durch den Test tatsächlich entstehe, heisst es in der Mitteilung. Unterschiedliche Resultate zwischen Kantonen seien für die Unterrichtsentwicklung weniger spannend als die nicht zur Verfügung stehenden Vergleichswerte innerhalb des Kantons, etwa «Unterschiede von Schulzimmer zu Schulzimmer innerhalb eines Schulhauses.»


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