Ampeln schaffen eine Gasse für den Bus

ZUG ⋅ Eine Busspur, die nur bei Bedarf vorhanden ist, verhilft den Linienbussen 3 und 5 zur schnellen Einfahrt in die Stadt Zug bei Stau. Möglich ist das dank einer speziellen Verkehrsregulierung.

16. März 2015, 14:06

Am Freitag, 27. März wird auf der Artherstrasse, der südlichen Zufahrt in die Stadt Zug, eine spezielle Busspur in Betrieb genommen: Die Linien 3 und 5 der Zugerland Verkehrsbetriebe AG werden ab dann praktisch ungehindert den morgendlichen Stau überholen können.

Eine Gasse für den Bus

Aber eine eigentliche Busspur gibt es nicht: Die elektronisch Busspur ist ein Ampelsystem, das den Bussen die Spur der Gegenfahrbahn freihält. Für kurze Zeit wird der Verkehr stadtauswärts angehalten und der Linienbus kann den Morgenstau stadteinwärts überholen. Kaum schalten die Ampeln wieder auf grün, rollt – oder steht – der motorisierte Verkehr wieder wie gewohnt.

Eingerichtet ist die elektronische Busspur zwischen den Knoten Friedbach und Casino. Dort wo es regelmässig Staus gibt, in denen die ZVB-Busse bisher stecken geblieben sind. Die elektronische Busspur hat keinen einzigen Quadratmeter zusätzliche Strassenfläche zur Folge. Sie ist jeweils von Montag bis Freitag bei Stausituationen in den Morgenstunden von 6.30 bis 9.00 Uhr in Betrieb.

Zuerst hilft ein Verkehrsdienst mit

In den ersten Tagen des Betriebs wird die Anlage auf die örtlichen Verhältnisse justiert. Dies kann gemäss Baudirektion zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen führen. Deshalb wird in der ersten Phase ein Verkehrsdienst eingesetzt.

Das Ampel- und Steuerungssystem kostet den Kanton rund eine Million Franken. Zugleich ist aber die Artherstrasse auf dem fraglichen Abschnitt saniert worden, dies für rund fünf Millionen Franken. 40 Prozent der Strassensanierung trägt der Bund.

pd/cv


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