Bachelor in Zug: von Rosen und Kavalieren

TV ⋅ Aus 21 Frauen muss er die Eine auswählen. Der Chamer Janosch Nietlispach flimmert seit gestern als Bachelor über die Schweizer Bildschirme. Die Fans fiebern mit.

11. Oktober 2016, 05:00

Zoe Gwerder

Auf diesen Moment hat Janosch Nietlispach (27) hingefiebert: Die erste Sendung der neuen «Bachelor»-Staffel auf dem TV-Sender 3+ ist gestern ausgestrahlt worden. Mittendrin in der Sendung er selbst in der Hauptrolle: der Bachelor. Er sei aber nicht nervös, verrät der Kickboxweltmeister vor der Ausstrahlung. «Im Gegenteil, ich bin froh, wenn es endlich losgeht und meine Kollegen und Freunde die Ladys kennen lernen können.» Bei den sogenannten Ladys handelt es sich um 21 Frauen, welche in der Sendung um das Herz des Bachelors werben. Die Staffel wurde im Sommer in Thailand aufgezeichnet. Alle Beteiligten sind jedoch bis zur Ausstrahlung zum Schweigen verpflichtet. Dies sei für ihn kein Problem gewesen, sagt Nietlispach. «Ich will ja, dass es auch für meine Kollegen und meine Familie spannend bleibt zum Anschauen.»

Geschaut hat er die erste Sendung der Staffel im Züricher Club Kaufleuten, wo das offizielle Public Viewing stattfindet. «Zusammen mit den Ladys», wie er sagt. Besonders Freude machen ihm dabei die Spekulationen seiner Freunde und Familie darüber, welche Frau er schlussendlich auswählen wird. «Ich bin gespannt, was sie denken, wer zu mir passt», so Nietlispach.

Nackte Wahrheiten zu Wein und Bier

Auch Tausende von Bachelor-Fans waren gestern vor ihren Bildschirmen, um in der ersten Sendung der vierten Staffel zu rätseln, welche Frauen wohl weiterkommen und wer nach Hause muss. Einige von den Fans haben sich auch zur Premiere versammelt. So etwa in der Eleven Bar in der Stadt Zug. Geschäftsführerin Carmen Rüttimann war selber in einer früheren Staffel als eine der Frauen mit dabei, die um das Herz des Bachelors buhlten. Bei ihr am Tresen und an den Tischchen haben sich ein gutes Duzend Bachelor-Fans eingefunden, die sich die Sendung gemeinsam bei einem Bier oder Glas Wein anschauen wollen. Es sind hauptsächlich Frauen anwesend. Unter ihnen die Rotkreuzerin Melanie Städelin (29). «Ich finde es sehr amüsant, wie die Frauen untereinander umherzicken», erklärt sie ihre Vorlieben. Natürlich schaue sie sich die Sendung auch wegen des «sexy Bodys» des Bachelors an. Doch vor allem finde sie es cool, mit ihren Kolleginnen in der Runde die Sendung zu schauen. Und ihre Kollegin Kathrin Senn (32) war selber beim Kickboxweltmeister im Crossfit-Training: «Ich finde es sehr unterhaltsam, ihn so zu sehen.» Dass vor allem Frauen die Sendung in der Bar verfolgen, führt Geschäftsführerin Rüttimann auf das Konkurrenzprogramm zurück: Die Männer würden wohl eher das Fussball-WM-Qualifikationsspiel anschauen. Trotzdem haben sich vereinzelt männliche Zuschauer unter die Frauen gewagt. So auch Urs Brunschweiler (32) aus Zug. Er sitzt mit Kolleginnen an einem Tischchen und witzelt über die Sendung. «Ich finde, es ist für Männer genauso amüsant wie für Frauen», verteidigt er sein Interesse. Ihm mache vor allem die Diskrepanz Spass. Und seine Kollegin am Tisch ergänzt: «Es ist so unrealistisch. Eigentlich wären so viele Frauen ein Traum jedes Mannes, aber so ist es nur lächerlich.»

Auch wenn der erste Bachelor-Abend in der Eleven Bar mässig besucht war, will Geschäftsführerin Carmen Rüttimann dies nun weiterziehen: «Während der ganzen Staffel wird bei mir in der Bar am Montag nun immer Bachelor-Abend sein.» Und sie hofft dabei, dass ohne Fussball dann der eine oder andere zusätzlich zu ihr ins Lokal findet.

Am 10. Oktober startet die neue Bachelor-Staffel auf 3+. Unter den 21 Kandidatinnen als einzige aus der Zentralschweiz dabei ist die Luzernerin Daniela (29).


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