Das Zentrum soll attraktiver werden

BAAR ⋅ Ein belebter Einkaufs- und Erlebnisort, das wünscht sich die CVP. Die Eröffnung der Tangente Zug/Baar biete die ideale Gelegenheit. Deshalb hat die Partei eine entsprechende Motion eingereicht.
15. April 2017, 08:10

In voraussichtlich drei Jahren soll die Tangente Zug/Baar eröffnet werden. Dadurch wird das Zentrum Baar wesentlich vom Durchgangsverkehr entlastet. Die CVP Baar sieht darin eine Chance, die Attraktivität des Zentrums zu steigern – und diese soll genutzt werden. Deshalb hat die Ortspartei eine Motion zuhanden des Baarer Gemeinderats eingereicht. Sie beauftragt den Gemeinderat, im Hinblick auf die Eröffnung der Tangente in einem Masterplan aufzuzeigen, wie das Zentrum von Baar als Einkaufsort und Treffpunkt für die Bevölkerung aufgewertet werden kann. Das teilt die Parteileitung in einem Schreiben mit.

Schon im Jahr 2010 hat die CVP in einer ähnlich lautenden Motion die Schaffung einer Begegnungszone in der Dorf- und der Rathausstrasse gefordert. Diesem Vorstoss sei es zu verdanken, dass heute im Dorfzentrum Tempo 30 gilt. Mit der Eröffnung der Tangente Zug/Baar bietet sich die grosse Chance, die damals eingeleitete Aufwertung des Dorfzentrums weiter voranzutreiben. Die CVP erwarte vom Gemeinderat konkrete Vorschläge, wie Plätze aufgewertet oder neu erstellt werden können, oder wie durch die Schaffung neuer Begegnungsorte und Einkaufsgelegenheiten das Zentrum belebt werden kann, steht weiter geschrieben. «Will ein Geschäft heute überleben, muss das Einkaufen gesamthaft betrachtet einen Erlebnischarakter aufweisen», erklärt Barbara Häseli, Präsidentin der CVP Baar. Heute sei das Baarer Zentrum weit davon entfernt, ein solch attraktiver Einkaufs- und Erlebnisort zu sein. Der CVP sei es ein grosses Anliegen, dass es nicht bei isolierten Massnahmen bleibt. Der Gemeinderat wird aufgefordert, einen langfristigen, koordinierten Prozess einzuleiten und dabei verschiedene verkehrsberuhigende Massnahmen wie Begegnungszonen oder sogar verkehrsfreie Zonen in die Überlegungen miteinzubeziehen. Der Gemeinderat soll nicht im stillen Kämmerlein über Verbesserungen nachdenken, sondern die Betroffenen, Läden, Restaurants, Grundeigentümer und Bewohner, in den Prozess einbeziehen.

Motion wird Ende Jahr behandelt

Den Zeitpunkt für die Lancierung der Motion erachtet die Partei als genau richtig: Es bleibt genügend Zeit bis zur Eröffnung der Tangente, um sich grundlegend Gedanken zu machen. Zudem steht eine Ortsplanrevision an – der richtige Moment also, um auf einer breiten Basis über bauliche und verkehrstechnische Veränderungen im Dorfzentrum zu diskutieren und allfällige strategische Massnahmen im Zonenplan vorzuspuren.

Gemeindeschreiber Walter Lipp erklärt auf Anfrage, dass die Motion an der Dezember-Gemeindeversammlung behandelt werde. Gemäss Gemeindegesetz müsse eine Vorlage an der nächsten Gemeindeversammlung behandelt werden, wenn sie 90 Tage vorher eingereicht wurde. Die nächste Versammlung ist für den 22. Juni angesagt. In weniger als 90 Tagen also. «Dies gibt uns mehr Zeit für die Prüfung der Motion», sagt Lipp. (red)


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