Die Gülle ist im Kanton Zug ein Problem

KANTON ⋅ In Böden, Grundwasser und Oberflächenwasser gibts zuviel Ammoniak. Ein Massnahmenplan soll nun Abhilfe schaffen – teilweise.

23. April 2015, 05:00

«Der Kanton Zug ist aufgrund der Tierproduktion im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich stark von übermässigen Stickstoffeinträgen betroffen», stellt die Regierung in einer Vorlage an den Kantonsrat fest. Bekanntlich tragen Stickstoffverbindungen, die durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre sowie ins Wasser ausgestossen und verfrachtet werden, zur Versauerung und Überdüngung von Böden, Grundwasser und Oberflächengewässern bei. Dies schädige, so die Regierung, zunehmend empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Moore oder artenreiche Trockenwiesen. Rund zwei Drittel der Stickstoffeinträge stammen aus der Landwirtschaft. Soweit die Ausgangslage. Eine breit abgestützte Arbeitsgruppe hat nun im Auftrag des Regierungsrats einen «Massnahmenplan Ammoniak» erarbeitet. Er soll das bis Ende 2015 laufende Ressourcenprojekt der Zentralschweizer Kantone ablösen.

 


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