Die Leidenschaft für Modelleisenbahnen fährt immer mit

BAAR ⋅ Die Vereinigten Spur-0-Freunde öffnen ihre Tür für die Liebhaber von Modelleisenbahnen. Detailgetreu und mit viel Kreativität hat der Verein eine Miniaturwelt geschaffen.

29. November 2016, 08:43

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

An einem kleinen klaren See in einer atmosphärischen Hügellandschaft stehen noch kleinere Figürchen. Etwas weiter entfernt sind einige Häuser, welche mit grosser Liebe zum Detail gestaltet wurden. Blumen zieren ihre Fensterläden, auf dem Dach sind einzelne Ziegelsteine erkennbar, und bei einem Blick ins Fenster erspähen die Besucher weitere Figürchen, die zu einer alltäglichen Szene arrangiert sind.

Durch diese idyllische Landschaft von Wäldern, Brücken und Seen ziehen sich die Gleise, über welche dann und wann die unterschiedlichsten Eisenbahnen rattern. Sie schlängeln sich hinauf zu den Hügeln und führen schliesslich durch mehrere Tunnel und Brücken in den grossen Bahnhof. Auf einem Rundkurs durch den ganzen Ausstellungsraum durchfährt die Eisenbahn unterschiedlichste Kulissen.

Seit 25 Jahren arbeitet der Verein am Modell

Die Besucher stehen dicht gedrängt vor der Miniaturlandschaft und bestaunen die Modelleisenbahn, an welcher die Vereinigten Spur-0-Freunde Zentralschweiz (VSFZ) seit nunmehr 25 Jahren arbeiten. «Das Schönste an den Tagen der offenen Tür ist für mich, die strahlenden Augen der Besucher zu sehen. Wenn sie die Treppe zu unserem Ausstellungsraum heraufsteigen und ihre Augen sich bereits erwartungsvoll weiten», erklärt Hansruedi Frehner, Präsident der VSFZ. Modelleisenbahnbau erfordert viel Leidenschaft, und es ist deutlich erkennbar, dass alle Mitglieder mit viel Herzblut daran arbeiten. Neben viel handwerklichem Geschick benötigt es auch viel technisches Verständnis, damit die Eisenbahn letzten Endes einwandfrei über die Schienen rollt. «Der Modellbau ist sehr vielseitig, einerseits fasziniert die Technik, andererseits ist es eine kreative Arbeit. Auch die Kameradschaft wird hier gepflegt», meint Hansruedi Frehner weiter. Zurzeit arbeiten die Vereinigten Spur-0-Freunde am Zytturm, denn dank solcher Ziele hätte der Verein einen guten Zusammenhalt.

Bei den Besuchern kommt die harte Arbeit ausgezeichnet an: Jung und Alt bestaunen die verschiedenen Züge, die ihre Kreise auf den Schienen drehen, und können sich kaum losreissen. Die verschiedenen Züge wurden in stundenlanger Handarbeit gefertigt, ebenso wie es lange gedauert hat, die Technik zu verbauen. «Als zum ersten Mal ein Zug auf diesen Schienen fuhr, sind die Tränen bei den gestandenen Männern geflossen», verrät der Präsident. Am kommenden Wochenende öffnet der Verein nochmals seine Türen, und ein Besuch ist in jedem Falle lohnenswert.

Hinweis

Am 3. und 4. Dezember öffnet der Verein von 10 bis 17 Uhr seine Türen. Die Anlage steht in den Räumen an der Zugerstrasse 53 in Baar bei der Migrol-Tankstelle in der Nähe der Bahnhaltestelle Lindenpark.


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