Eine zauberhafte literarische Wanderung

ZUG ⋅ Im Museum Burg Zug präsentierten Barbara Piatti und Yvonne Rogenmoser ihre einzigartige Buchbox «Imaginary Wanderings No. 1: Vierwaldstättersee & Gotthard». Mit lebendiger Erzählweise fesselten sie das Publikum.
16. März 2017, 07:15

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Theater, Ozean oder Finsternis – das sind nur drei der insgesamt zwölf Themen, welche die vier Autorinnen in ihrer interaktiven Buchbox behandeln. «Auf eine spielerische Art wird dem Leser so ein Stück Kulturgeschichte der Zentralschweiz nähergebracht», erklärt Claudia Beer, Leiterin Bildung und Vermittlung des Museums Burg Zug, in welchem die ausserordentliche Lesung am Dienstag stattfindet. Die Kulturvermittlerinnen Barbara Piatti und Yvonne Rogenmoser präsentieren ihre Buchbox, die sie gemeinsam mit Gestalterin Christiane Franke und Kulturwissenschaftlerin Christina Ljungberg entworfen haben.

Neben einem Essayband, in dem die Themen zur Kulturgeschichte rund um den Vierwaldstättersee und den Gotthard ausführlich erörtert werden, beinhaltet die Box zwölf auffaltbare Tableaus. «Diese sollen als Erinnerungshilfe dienen, sodass der Leser auch fühlen und basteln kann und sich besser an die Geschichten erinnert», berichtet Rogenmoser. Jedes Tableau ziert ein kurzer Infotext und je nach Thema variierende Illustrationen. Zum Thema Ozean etwa hat Rogenmoser ein Daumenkino gestaltet, in welchem ein Schiff auf dem stürmischen Vierwaldstättersee mächtig ins Wanken gerät.

Zwei Jahre Arbeit am Projekt

Die beiden Herausgeberinnen der Buchbox berichten äusserst lebendig und mit viel Anschauungsmaterial, sodass unschwer zu erkennen ist, dass sie viel Engagement in dieses Projekt gesteckt haben. «Es ist ein Herzblutprojekt, an welchem wir rund zwei Jahre hart gearbeitet haben», verrät Barbara Piatti mit einem strahlenden Lachen und ergänzt: «Speziell ist, dass Inhalt und Gestaltung parallel entstanden sind und wir uns so gegenseitig beeinflusst haben.» Ein Aufwand, der sich sichtlich gelohnt hat.

In der Lesung bringen sie dem Publikum ein Stück der Kulturgeschichte näher. So erörtern sie beispielsweise im Kapitel «Figuren» verschiedene Berufe rund um den Alpenraum oder aber die schaurigen Figuren der Urner Sagen. Neben den Ausführungen malt Yvonne Rogenmoser einige Live-Paintings. Auf der Staffelei entsteht etwa ein Ochsenkarren, wie er früher für eine Gotthard-Überquerung verwendet wurde. Damit sollen die Ideen veranschaulicht werden. «Unbeschwerlich fantastisch und mit Live-Painting höchst vergnüglich», findet Sabine Graf, Leiterin des Literaturhauses Zentralschweiz, das den Anlass mitorganisiert hat.


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