Gemeinsame Fahrt im Taxi

ZUGER SKANDAL ⋅ Erneut hat sich Markus Dormann, der Anwalt von SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann, mit einer Medienmitteilung an die Öffentlichkeit gewandt. Er kommentiert darin weitere Details zum Zuger Sex-Skandal, die am Donnerstag die «Weltwoche» publik machte.

09. Januar 2015, 07:46

Tatsächlich habe sein Mandant am Morgen nach der Landammannfeier eine Verletzung am Rücken festgestellt und sich zu erinnern versucht, wie er sich diese zugezogen habe. Markus Hürlimann habe lediglich «ein Bild im Kopf, wie er über einen Tisch oder eine Kante gefallen ist». Er könne sich jedoch nicht erinnern, ob neben ihm und der grünen Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin noch weitere Personen zugegen waren oder nicht.

Im Taxi nach Hause

«Mein Mandant hat vom ersten Moment an immer festgehalten, dass er sich nur bruchstückhaft an den letzten Teil des Abends vom 20. Dezember erinnern kann», schreibt der Anwalt weiter. In seinen Erinnerungen, die er alle bereits bei seiner ersten Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft zu Protokoll gegeben habe, komme kein Geschlechtsverkehr vor. «Erinnern kann sich Markus Hürlimann hingegen bruchstückhaft daran, dass er mit Jolanda Spiess in einem Taxi war, das offenbar zuerst sie und dann ihn nach Hause gebracht hat.» Diese Erinnerung werde durch die Tatsache gestützt, dass er am Sonntag 55 Franken weniger im Portemonnaie gehabt habe als am Abend vor der Landammannfeier.

Jolanda Spiess wiederum hat bereits früher bekannt gegeben, dass sie sich an die spätabendlichen Ereignisse überhaupt nicht mehr erinnern könne. Gestern hat sie sich unserer Zeitung gegenüber zur Sache nicht mehr geäussert. Die Untersuchung befasst sich bekanntlich mit dem Verdacht, zwischen den beiden Exponenten Spiess und Hürlimann könnte es im Verlauf der Zuger Landammannfeier zu einem sexuellen Übergriff gekommen sein.

red


Login


 

Anzeige: