Jörg Portmann bleibt Chams Trainer

FUSSBALL ⋅ Der Aufstiegstrainer von 2015 soll den Verein aus der Promotion League eine sechste Saison betreuen. Die Chamer sind morgen in der Westschweiz unter Zugzwang.
17. März 2017, 07:54

Jörg Portmann wird «immer hungriger nach unvergesslichen Momenten mit dem Team und dem Verein». Das steht in der Medienmitteilung des SC Cham, die über die neuerliche Vertragsverlängerung mit dem Fanion­team-Trainer orientiert.

Das kann man so lesen, dass der letzte Moment, der «unvergesslich» war, schon länger zurückliegt. Im Fussball hat dieser Begriff ohnehin eine andere Halbwertszeit als im richtigen Leben, wie die aktuellen Ereignisse in Zug zeigen (siehe Artikel oben). Die Chamer mühen sich in dieser Saison in der Promotion League, der zweiten nach dem Aufstieg, häufig ab. Berauschende und damit wenigstens denkwürdige Auftritte sind selten geworden. Es zeugt von einer gesunden Wahrnehmung Portmanns, dass er sich kritisch zitieren lässt in besagter Medienmitteilung: «Es freut mich, dass der Verein mir weiterhin das Vertrauen schenkt. Das ist nicht selbstverständlich, zumal wir gerade in dieser Saison bis jetzt nicht immer überzeugten.»

Portmann soll also seine sechste Saison auf dem Eizmoos in Angriff nehmen. Diese Kontinuität auf dem Trainerposten der ersten Mannschaft bedeutet Rekord in der Neuzeit des Vereins. Der Chamer Sportchef Marcel Werder streicht die Sozialkompetenz des hauptberuflichen Lehrers Portmann heraus: «Er passt als Mensch einfach zu unserem Verein.»

Eine Aufgabe tief im Westen

Morgen reist der Sportclub ins Westschweizer Niemandsland zum Aufsteiger Bavois (16.00, Peupliers). Es fehlen die gesperrten Herger und Walker sowie der verletzte Scherer. Die Einsätze der angeschlagenen Nussbaumer und Christen sind fraglich. Ba­vois liegt mit 18 Punkten auf dem zweitletzten Platz, acht Zähler hinter den Chamern (Rang 8). Ein Sieg würde wohl den Klassenverbleib bedeuten. Schlecht sieht es indes mit der direkten Qualifikation für die Hauptrunde im Schweizer Cup aus. Nach dem vergangenen Spieltag beträgt der Rückstand auf den nötigen Platz satte 10 Punkte. Eine glückende Aufholjagd beinhaltete vermutlich den einen oder anderen unvergesslichen Moment, nach dem sich Jörg Portmann sehnt.

 

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch


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