Kultushaus und Architekturliebhaber erhalten den Doron-Preis

ZUG ⋅ Die Preise der Zuger Stiftung Doron gehen an das «Haus der Religionen» in Bern und an die «Association Maison blanche» in La Chaux-de-Fonds.
15. März 2017, 10:07

Die Schweizerische Stiftung für den Doron Preis würdigt zwei Preisträger für ihr gesellschaftliches und kulturelles Engagement. Der Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen» habe mit seiner Plattform einen einzigartigen Ort der Information, des Gesprächs und der Begegnung für verschiedene Religionen und Kulturen geschaffen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Religionen unter einem Dach

Der Verein «Haus der Religionen – Dialog der Kulturen» betreibt seit 2014 ein Haus, das Kultusräume für in der Schweiz neu vertretene Religionsgemeinschaften beherbergt. Das gemeinsame Dach soll den Dialog zwischen den Gemeinschaften, aber auch mit der Gesellschaft fördern. Im Verein vertreten sind die Religionsgemeinschaften der Christen, Hindus, Buddhisten, Juden, Muslimen, Bahai, Aleviten und Sikhs.

Architektur-Zeugnis gerettet

Die «Association Maison blanche» erhält die Auszeichnung für den Erhalt eines Baudenkmals von nationaler Bedeutung, indem sie das erste und völlig eigenständige Bauwerk von Le Corbusier als architektonisches Erbe für die Nachwelt gesichert und zu neuem Leben erweckt hat. Der Vorreiter der modernen Architektur hatte sich mit knapp 25 Jahren vom Jugendstil distanziert und entwarf sein erstes selbständig geplantes Werk, die «Maison blanche» – eine Villa mit Garten in La Chaux-de-Fonds.

Die Vereinigung konnte das damals vernachlässigte Haus kaufen und liess es im 2004/05 vollständig renovieren. Heute steht das Frühwerk von Le Corbusier nicht nur Besuchern offen, es finden auch regelmässig Veranstaltungen und Konzerte statt.

Die Doron Preise sind mit je 100'000 Schweizer Franken dotiert. Die Stiftung  gehört zu den Rich Stiftungen und wurde im Jahr 1986 vom Unternehmen des Rohstoffhändlers Marc Rich gegründet.

pd/cv


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