Mehrere Gebäude werden bald abgerissen

GESUCH ⋅ Die V-Zug baut auf ihrem Areal bis Mitte 2018 eine neue Produktionshalle. Das Vorhaben ist zwar eigenständig, hängt aber dennoch mit einer grossen Entwicklung zusammen.

30. November 2016, 14:16

Auf dem Areal der V-Zug tut sich was. Mehrere Gebäude rund um Industrie-, Oberallmend-, Ahorn- sowie Göblistrasse sollen abgerissen werden. Darunter sind unter anderem eine Werkstatt und die beiden Einfamilienhäuser an der Göblistrasse 11 und 13, das ehemalige Abwartshaus an der Ahornstrasse 5, direkt beim Parkplatz hinter dem Zugorama der V-Zug, sowie Hallen und Fabrikgebäude entlang der Oberallmendstrasse. Zwei entsprechende Bau- beziehungsweise Abbruchgesuche für die Objekte liegen derzeit beim Baudepartement der Stadt Zug öffentlich auf und können noch bis zum 14. Dezember eingesehen werden.

Grund für diese Arbeiten ist der Bau einer neuen Halle, die die V-Zug im Norden ihres Areals realisieren will. Unter dem Projektnamen «Zephyr Hangar» plant der Industriekonzern eine neue, rund 12 Meter hohe, 88 Meter lange und 24 Meter breite eingeschossige Produktionshalle mit umfangreicher Unterkellerung. Darin wird gemäss Angaben von Beat Weiss, Geschäftsführer V-Zug Immobilien, eine «hochmoderne Pressenanlage» integriert. «Die nächste Gerätegeneration setzt eine solche Anlage voraus», führt Weiss aus. Der Betrieb dieser Halle und Anlage soll Mitte 2018 aufgenommen werden.

Rochadeflächen entstehen

Die Objekte, die nun weichen müssen, machen in erster Linie Platz für die Arbeiten. «Damit die Produktion während der Bauphase weiterlaufen kann, müssen verschiedene Provisorien und Rochadeflächen bereitgestellt werden», erklärt Weiss. So müssten unter anderem auch die Parkplätze umorganisiert, der Velounterstand umgesiedelt oder eine Trafostation neu platziert werden. Die industriellen und infrastrukturellen Nutzungen, die sich heute in den Industriegebäuden befinden, werden laut Weiss grösstenteils im Neubau «Mistral», der sich ganz im Norden des Areals angrenzend an die Grienbachstrasse befindet, angesiedelt. Teilweise würden auch auf dem Areal Provisorien installiert. Der gesamte Transfer dieser Nutzungen erfolge unter laufendem Betrieb. Die Wohnhäuser, die abgebrochen werden, stehen laut Weiss bereits leer, weshalb kein Ersatz gesucht werden müsse. Mit den Abbrucharbeiten will die V-Zug nach dem Erhalt der entsprechenden Bewilligung gleich beginnen. Dies werde voraussichtlich im ersten Quartal des nächsten Jahres der Fall sein.

Bebauungsplan wird vom Kanton geprüft

Die Abbrüche und die Pläne für die neue Fabrikhalle hängen laut Beat Weiss nur indirekt mit dem Grossprojekt des Technologieclusters zusammen, das die V-Zug auf ihrem Areal plant. Zur Erinnerung: Der Konzern will auf seinem Areal zwischen der Industrie- und der Oberallmend­strasse einen neuen Stadtteil bauen. Der Zeithorizont geht bis weit über 2040 hinaus. Dabei will die V-Zug zum einen ihren eigenen Produktionsstandort auf dem Grundstück weiter ausbauen und verdichten. Zum anderen soll auf dem Areal auch ein Zentrum für Technologie und Innovation entstehen. Geplant sind unter anderem auch Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen, Büros, Flächen für Start-ups, Wohnungen sowie einige öffentliche Nutzungen.

«Grundsätzlich bedingen die Marktentwicklung und der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit die Anpassung der Produktionsinfrastruktur – unabhängig vom Projekt Technologiecluster Zug», erklärt Beat Weiss. Die Modernisierung sei also in gewissem Masse eigenständig. Dennoch sei sie auch in den Gesamtkontext des langfristigen Bebauungsplans und die vorgesehene Arealverdichtung eingepasst. Und mit dieser Arealentwicklung geht es ebenfalls voran. Gemäss Beat Weiss wurde der Bebauungsplan vom Stadtrat beim Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Diese soll Anfang 2017 abgeschlossen sein. Weiss: «Wir rechnen damit, dass der rechtskräftige Bebauungsplan im ersten Quartal 2018 vorliegt.»

Samantha Taylor


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