Neuheimer Sozialvorsteher muss Rechnungen vorlegen

NEUHEIM ⋅ Der Gemeinderat von Neuheim nimmt seinen Sozialvorsteher an die kurze Leine: Der Parteilose muss dem Gesamtgremium vierzehntäglich rapportieren. Zudem muss er sämtliche Rechnungen von Fachleuten der Nachbargemeinde Baar begutachten lassen.

19. Oktober 2016, 15:07

Die Sozialabteilung der kleinsten Zuger Gemeinde kommt nicht zur Ruhe: Neuheim sucht derzeit nach einem Abteilungsleiter. Bereits zum sechsten Mal in elf Jahren.

Diese vielen Wechsel seien ein Beweis, dass der zuständige Gemeinderat «gewisse Defizite mit der Führung hat», sagte Gemeindepräsident Roger Bosshart (FDP) am Mittwoch dem «Regionaljournal Zentralschweiz» von Radio SRF sowie dem Onlinemagazin Zentralplus.

Der Sozialvorsteher muss alle zwei Wochen dem Gesamtgemeinderat Bericht erstatten, was in seinem Bereich läuft. Zudem muss er nun auf die Fachleute der Gemeindeverwaltung Baar hören: «Es wird keine Rechnung mehr visiert, die vorher nicht fachmännisch begutachtet wurde», sagte Gemeindepräsident Bosshart.

Der heute parteilose Neuheimer Sozialvorsteher, der 2007 für die SVP in den Gemeinderat gewählt und zweimal im Amt bestätigt wurde, war in den vergangenen Jahren kritisiert worden, weil er Gelder entgegen geltenden Richtlinien bewilligt habe.

Der Sozialvorsteher räumte bereits verschiedentlich ein, überfordert gewesen zu sein. Aber er sei «offen und ehrlich», meinte er am Mittwoch gegenüber dem Regionaljournal. «Man hätte auch alles schönreden und vertuschen können, dann wäre alles wunderbar weitergelaufen.» Er habe transparent gemacht, dass er Probleme gehabt habe.

Lesen Sie mehr: am 20. Oktober in der Zuger Zeitung.

(sda)


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