Pflegezentrum Ennetsee: Viel Licht in den neuen Räumen

CHAM ⋅ Der Erweiterungsbau des Pflegezentrums Ennetsee öffnet nach rund zwei Jahren Bauzeit die Türen. Neu beherbergt das Haus auch eine Demenzabteilung.

02. Dezember 2016, 05:00

Es riecht nach frischer Farbe, Putzmitteln und auch noch nach ein wenig Arbeit: Der Erweiterungsbau des Pflegezentrums Ennetsee auf dem sogenannten Chamer Gesundheitshügel ist nach rund zwei Jahren Bauzeit fertig. Einen letzten Schliff brauchen die Räume aber noch, denn nicht jedes Möbelstück ist bereits ausgepackt und steht am richtigen Ort. Bis morgen Samstag wird aber alles bereitstehen, versichern Pflegedienstleiterin Annemarie Winistörfer und Wolfram Beduhn, Leiter Hotellerie, denn dann findet der Tag der offenen Tür statt (siehe Box).

Um vorab einen Augenschein zu nehmen, führen uns die beiden Projektinvolvierten durch das neue Gebäude. Der Erweiterungsbau gilt künftig als Haupthaus mit Empfangsbereich und einer grossen Fensterfront. Die Arbeiten auf dem Vorplatz sind derzeit noch in vollem Gange. Im Gegenzug ist die dritte und oberste Etage fast fertig. «Hier sind wir in unserer neuen Demenzabteilung», erklärt Annemarie Winistörfer. Auf dem Stockwerk gibt es zehn Einzelzimmer – jedes Zimmer im ganzen Haus hat zudem ein eigenes Bad.

Netz sorgt für Sicherheit

«Die Räume wurden sehr grosszügig und lichtdurchflutet geplant», sagt Wolfram Beduhn. In der Demenzabteilung gibt es, anders als auf den anderen Etagen, eine grosse Wohnküche mit einem langen Tisch für gemeinsame Mahlzeiten. Das sogenannte Herzstück der Abteilung hat einen direkten Zugang auf die Terrasse. «Hier wird es einen Sinnesgarten geben, bei dem die taktile Wahrnehmung geschult werden kann», erklärt Winistörfer. Zum Schutz der demenziellen Bewohner wurde die Terrasse mit einem Netz gesichert. Dies im Unterschied zu den unteren Stockwerken, wo jedes Zimmer einen freien Zugang zum Balkon hat.

Dort gibt es auch keine Wohnküche mehr. «Das Essen wird von der Andreas Klinik Cham Zug geliefert», erklärt Beduhn. Die kleine Küche sei nur zum Aufwärmen oder etwa Teekochen vorgesehen. Die unteren Etagen sind mit dem älteren Teil des Pflegezentrums verbunden. Insgesamt wird das Pflegezentrum um 46 Einzelzimmer erweitert und umfasst neu 90 Pflegebetten. Diese werden aber nicht sofort belegt. «In der zweiten Januarhälfte ziehen die ersten Bewohner vom alten Teil in den Neubau», erklärt die Pflegedienstleiterin. Denn das bestehende Gebäude wird im nächsten Jahr «neuen Richtlinien» angepasst, wie Beduhn erklärt. Winistörfer sagt weiter: «Für das nächste Jahr haben wir also immer noch gleich viele Pflegebetten. Danach werden wir das Angebot langsam aufstocken.»

Dass im neuen Bistro Ennetsee im Erdgeschoss des Anbaus viele Bewohner und Angehörige Platz haben werden, zeigen die grosse Fensterfront und die vielen Tische und Stühle. Die Veranstaltungsräume sind flexibel nutzbar. Zudem: «Die Gartenterrasse lädt im Sommer zum gemütlichen Beisammensein ein», sagt Wolfram Beduhn.

Grosses Dankeschön an die Nachbarschaft

Die rund zweijährige Bauzeit hat bei den jetzigen Bewohnern und Anwohnern ein hohes Mass an Geduld gefordert: «An dieser Stelle möchten wir ein grosses Dankeschön aussprechen», sagt Annemarie Winistörfer.

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 3. Dezember, öffnet der Erweiterungsbau für einen Tag der offenen Tür die Pforten. Ab 13 bis 16 Uhr können Interessierte dank signalisierten Rundgängen das Gebäude auf eigene Faust erkunden. Geführte Rundgänge finden um 14 und 15 Uhr statt. Im Bistro können die Besucher mit Kaffee und Kuchen die Aussicht in den Garten geniessen. Wirklich Leben wird dem Erweiterungsbau aber erst in der zweiten Januarhälfte eingehaucht.

Andrea Muff


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