Polizei schnappt Pfannen-Schwindler

BAAR ⋅ Die Zuger Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Mann eingeleitet, der minderwertige Pfannensets verkauft hat. Es wird dringend davon abgeraten, Geschäfte zwischen Tür und Angel abzuwickeln. Produkte sollten vor dem Kauf geprüft werden.

06. März 2015, 13:48

Einsatzkräfte der Zuger Polizei kontrollierten am Donnerstagnachmittag in Cham einen 24-jährigen Mann, der versuchte, minderwertige Pfannen- und Bestecksets zu verkaufen. Dies teilt die Zuger Polizei am Freitag mit. Nur wenige Stunden zuvor sei bei der Polizei zwei Anzeigen von Geschädigten eingegangen. In Baar hatte der Strassenverkäufer kurz nach 10 Uhr einer 27-jährigen Frau vorgegaukelt, er müsse dringend zum Flughafen und könne diverse Messeartikel, darunter ein zwölfteiliges Pfannenset, nicht im Flugzeug mitnehmen. Die Frau bezahlte 600 Euro für die vermeintlich hochwertigen Kochutensilien.

Wenige Minuten zuvor hatte ein 70-Jähriger auf einem Parkplatz in Zug 500 Euro für Pfannen und Messer bezahlt. Auch der Rentner ging beim Kauf davon aus, ein Schnäppchen geschlagen zu haben. Zu Hause stellte er jedoch fest, dass er statt teurer Markenprodukte Billigware erstanden hatte.

Gegen den im Kanton Aargau wohnhaften Niederländer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Shoppingfrust statt Kochlust

Die Polizei rät der Bevölkerung, sich nicht von Strassenverkäufern zum Kauf von minderwertiger Ware verleiten zu lassen. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen teure Markenprodukte auf der Strasse plötzlich zum Schnäppchenpreis angeboten werden. Fast immer handle es sich dabei um minderwertige Ware, um Fälschungen oder gar um Diebesgut.

Die Polizei rate grundsätzlich von schnellen Geschäften zwischen Tür und Angel ab: Interessenten sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und die angebotenen Produkte eingehend prüfen. Ein Telefonanruf beim Hersteller oder eine Rückfrage im Fachgeschäft lasse einen Schwindel sofort auffliegen.

pd/nop


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