Polizei zieht manipulierten Lastwagen aus dem Verkehr

KANTON ZUG ⋅ Die Zuger Polizei führte am Donnerstag zusammen mit dem Strassenverkehrsamt eine Schwerverkehrskontrolle durch. Ein italienischer Chauffeur verstiess gegen Abgasvorschriften.
17. Februar 2017, 11:35

Die Schwerverkehrskontrolle in Steinhausen dauerte rund dreieinhalb Stunden. Dabei wurden elf Lastwagen, vor allem 40-Tonnen-Sattelzüge, einer technischen Kontrolle unterzogen. Zudem wurde geprüft, ob die Chauffeure die Arbeits-,Lenk- und Ruhezeitvorschriften eingehalten hatten. Bei den Chauffeuren habe es keine Beanstandungen gegeben, teilten die Zuger Strafverfolgungsbehörden mit.

Bei einem italienischen Lastwagen wurde hingegen ein widerrechtlich eingebauter «AdBlue-Emulator» festgestellt. Damit wird die Motor- und Abgassteuerung so verändert, dass der Lastwagen ohne den Zusatz von «AdBlue» fährt und damit deutlich mehr giftige Stickoxide ausstösst als gesetzlich erlaubt. Die Chemikalie «AdBlue» verwandelt giftige Stickoxide in Wasser sowie harmlosen Stickstoff und reduziert die schädlichen Stickoxide um 90 Prozent. Mit einem «AdBlue-Emulator» sparen Betrüger bis zu 2000 Euro pro Jahr.

Der fehlbare Chauffeur und die italienische Transportfirma wurden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verzeigt. Zudem musste die italienische Transportfirma ein Bussendepositum von 800 Franken bezahlen. Die Rückversetzung in den ursprünglichen Zustand kostete das Unternehmen weitere rund 1000 Franken.

pd/jvf


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