Sie sind sich treu geblieben

ZUG ⋅ Die Punkband Slop! hat die Menge mit einem mitreissenden Auftritt einmal mehr zum Kochen gebracht. Seit 20 Jahren stehen die Männer nun schon gemeinsam auf der Bühne.
20. März 2017, 08:22

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Mit lautem Jubeln und dichtgedrängt empfängt das Publikum die Jubiläumsband am Samstagabend in der Galvanik: Slop!. Raue Punktöne und ausgelassene Stimmung dürfen natürlich nicht fehlen, und so fiebern und feiern die Fans kräftig mit. Die Begeisterung über das eingespielte Team ist riesig, vor allem weil die Musiker nach all den Jahren noch immer Vollgas geben und kein Ende in Sicht ist. «Es fühlt sich nicht an, als wären bereits 20 Jahre vergangen, und an die Zeit ohne Band kann ich mich gar nicht mehr erinnern», berichtet Mario Speck, Bassist der Band.

Voller Leidenschaft und mit guter Freundschaft hat es Slop! bereits 20 Jahre geschafft, sich auf der Bühne zu halten. Angefangen hat 1997 alles noch zu Lehrlingszeiten der Bandmitglieder. Es war von Beginn an klar, dass es Musiker aus dem Freundeskreis sein sollten, die sich zu einer Band formieren. «Die Wochenenden haben wir mit Musik und der Formel 1 verbracht», verrät Christoph Häusler von Slop!. Während zuerst rockige Bands wie Aerosmith oder Kiss gecovert wurden, war nach einem gemeinsamen Besuch eines Punkkonzerts schnell die endgültige Stilrichtung der Band gefunden.

Musiker kennen fast alle Fans persönlich

Im Verlauf dieser 20 Jahre hat die Band viele Bande geknüpft. «Beinahe alle, die heute am Konzert sind, kennen wir bereits, und das ist ein tolles Gefühl», erklärt Marco Andermatt, Gitarrist der Band. Die neunköpfige Truppe hatte innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte lediglich einen Musikerwechsel zu verzeichnen. «Das Erfolgsgeheimnis der Band ist die Freundschaft und der Spass an der Musik», meint Christoph Häusler. Marco Andermatt kann das bestätigen: «Jede Bandprobe ist ein Highlight.»

Auf der Bühne gibt die Band am Jubiläumskonzert 100 Prozent, rockig und fetzig jagen die Musiker durch die Stücke. Flink fahren die Finger über die Saiten der Gitarre, und Daniel Bürki am Schlagzeug haut ordentlich drauf. Feuer und Leidenschaft, ein weiteres Erfolgsgeheimnis der Band, werden eindrücklich präsentiert und lassen die Galvanik kochen. In der ersten Reihe wird begeistert getanzt und gesungen, und auch in der letzten Reihe liegt noch mindestens ein Wippen mit den Füssen drin.

Grosse Pläne für die Zukunft gebe es noch nicht. «Wir nehmen es, wie es kommt, aber zum Dreissigsten gäbe es ein grosses Fest», verspricht Gitarrist Christoph Häusler. Für alle treuen Fans und die Band selber sind das tolle Aussichten – nachdem sie bereits seit 20 Jahren die Bühne rocken.


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