Streit um uralte Fischereirechte ist eskaliert

ÄGERISEE ⋅ Ein Berufsfischer steht im Clinch mit den beiden Gemeinden am See und den Sportfischern. Dabei geht es um Geld und alte Rechte.

04. Februar 2015, 05:01

Hanspeter Merz besitzt für rund 70 Prozent des Ägerisees die Fischereirechte, Fischenzen genannt. Als Berufsfischer sei er für die Aufzucht und Brut der Fische im See verantwortlich, was ihn jährlich viel Zeit und Geld kostet, sagt er. Merz hat mit den Gemeinden Unter- und Oberägeri eine Vereinbarung: Darin ist (auch) die Patentvergabe geregelt. Seit 2008 will Merz den Vertrag neu verhandelt haben, wie er sagt. Dies aus zwei Gründen: Er erhalte erstens nur rund 35 Prozent der Patenteinnahmen und trage zweitens die Kosten für die Fischbrut, von der aber alle Fischer auf dem See profitieren würden.

«Da ich immer und immer wieder vertröstet worden bin, sah ich mich gezwungen, den Vertrag mit den Gemeinden per Ende 2014 zu kündigen.» Im Moment werde über eine neue Vereinbarung verhandelt, verrät Merz. Ihm gehe es um einen Konsens, ergänzt er und fügt an: «Ich will, dass die Sport- und Hobbyfischer unter den laufenden Verhandlungen möglichst keine Einschränken erfahren.» Darum ermögliche ich allen Fischern bis 31. März den patentlosen Zugang zu meinem Seeanteil.»

Schwierige Verhandlungen

«Stimmt», bestätigt Manuela Kaech, Kommunikations- und Öffentlichkeitsbeauftragte der Gemeinde Oberägeri, die laufenden Verhandlungen. Und diese seien äusserst kompliziert, betont sie.

Charly Keiser

 

 


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