Transocean verschrottet zwei weitere Bohrinseln

ZUG ⋅ Das Ölbohrunternehmen Transocean will zwei zum Verkauf stehende Bohrinseln verschrotten. Das belastet die Rechnung im ersten Quartal mit 90 bis 110 Mio. Dollar, wie die Firma in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Wegen der aktuell tiefen Ölpreise fanden sich offenbar keine Käufer.

02. April 2015, 08:18

Die Belastung wirke sich nicht auf die Barmittel aus. Die beiden Plattformen «GSF Aleutian Key» und «Sedco 707» würden auf umweltfreundliche Art verschrottet. Wie das genau abläuft, ging aus dem Communiqué nicht hervor.

Mit diesen beiden zur Abwrackung bestimmten Plattformen will Transocean insgesamt 18 ihrer Ölbohr-Einrichtungen auf See verschrotten. Weitere könnten hinzukommen, weil das Transocean-Management den Angaben zufolge derzeit die Konkurrenzfähigkeit der Plattform-Flotte überprüft.

Im jüngsten monatlichen Flottenrapport von Mitte März hatte Transocean bereits die Verschrottung ihrer Plattformen «Deepwater Expedition», «Transocean Legend», «Transocean Rather» und «GSF Arctic III» angekündigt. Auch sie hätten verkauft werden sollen. Die daraus im ersten Quartal anfallende Belastung bezifferte Transocean auf 300 bis 325 Mio. Dollar.

Vollständig oder teilweise besitzt Transocean gemäss dem neuesten verfügbaren Flottenbericht 68 mobile Bohrinseln. 43 von ihnen sind auf Tiefseebohrungen spezialisiert und 15 auf mittlere Tiefen. Hinzu kommen zehn Hubinseln, fünf in Bau stehende Hubinseln und sieben Tiefsee-Bohrschiffe.

sda

 

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