Turbulenzen um «Pretty Belinda»

BAAR ⋅ Die Volksbühne glänzt heuer mit einer Komödie um die schöne Belinda. Die Premiere war nahezu ausverkauft, das Publikum zeigte sich begeistert.

20. März 2017, 09:30

Daniela Sattler

redaktion@zugerzeitung.ch

 

Fiona und Maggy wollen Belinda Hornwal (Sandra Di Puma) auf andere Gedanken bringen. Bei ihr steht – nach 14 Jahren, zehn Monaten und vier Tagen Ehe – die Scheidung von Andy (Silvio Speri) an. Der Ehemann war nämlich alles andere als treu.

Der Moment, in dem der Vorhang vor einer eindrücklichen Kulisse zum ersten Mal aufgehe, sei jeweils für alle sehr eindrücklich und entschädige für viele Strapazen und Probearbeit, erklärte Manuel Frei, Präsident der Volksbühne Baar. «Der eigentliche Lohn einer jeden Schauspielerin und eines jeden Schauspielers ist der Applaus.»

Herzhaftes Gelächter und viel Zwischenapplaus

Und mit Beifall geizte das Premierenpublikum nicht, denn die Komödie aus der Feder von Bernd Spehling, in Mundartbearbeitung von Jörg Studer, sprüht vor Leben, Witz, Humor und Charme. Die launigen Wortspiele rufen am Freitagabend im Baarer Gemeindesaal Lacher über Lacher hervor und immer wieder herzhaften und lauten Zwischenapplaus.

Regisseurin Renata Brändle-Speri darf sich einmal mehr auf die Schultern klopfen. Jede einzelne Rolle ist den Schauspielerinnen und Schauspielern auf den Leib geschrieben, und sie erfreuen das Publikum mit Mimik, Bewegung, Handeln und lebendiger Sprache.

«Ab jetzt wird gelebt, Mädels», lautet die Devise von Fiona Feldbusch (Gaby Spang). Sie ist Feministin, verachtet Gefühlsduseleien, hat ziemlich viel Geld geerbt und ihre Freundinnen zu diesem Wellness-Wochenende ins Hotel Mutamento eingeladen. Mit von der Partie ist ebenfalls die neurotische Maggy Knorr (Barbara Landolt). Eine ausgiebige Erholung für die hübsche Belinda scheint längst überfällig. Doch hier beginnen für sie die Turbulenzen erst richtig.

Hotelpersonal sorgt für Verwirrung

Im «Mutamento» treffen die Frauen nämlich nicht nur auf den etwas anderen Friseur Conrad Süess (Robin Köpfli). Auch der gutaussehende Fitnesstrainer Alex Rammelmeier (Sandro Speri) sowie der Dessous-Verkäufer Henri Bucher (Colin Müller) tauchen nacheinander in der Suite auf und sorgen dort für reichlich Verwirrung. Als ob das nicht reichen würde, stellt sich noch heraus, dass Belindas machohafter Noch-Ehemann Andy inzwischen Direktor dieses Hotels ist.

Und er hat sich inzwischen auch bereits die Assistentin Jenny Lorenzo (Alina Wicki) geangelt. Mit der Erholung ist es für Belinda daher vorbei. Doch «Mutamento» steht bekanntlich für (Ver-)änderung. Und so ist auch für Belinda und für Andy nach diesem Wochenende nichts mehr so, wie es einmal war. «Eine tolle Sache», freute sich Manuel Frei nach der gelungenen Erstaufführung. «Das super Publikum hat mit seinem wiederholten Szenenbeifall auch viel zum guten Gelingen beigetragen.»

Hinweis

Die weiteren Vorstellungen: Mittwoch, 22./29. März, Freitag, 24./31. März, Samstag 25. März. Die Vorführungen beginnen jeweils um 20 Uhr und finden im Gemeindesaal Baar statt. Weitere Informationen auf www.volksbühne-baar.ch


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