Unterstützung bis zum bitter-süssen Ende

EVZ ⋅ Tausende Fans hat der EV Zug in den letzten Wochen und vor allem Tagen mobilisieren können. Auch gestern trafen sich Unzählige auf dem Arena-Platz zum Pubilc Viewing. Der heimische Club wurde gefeiert – der Niederlage zum Trotz.
18. April 2017, 07:42

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

Es zeichnete sich zwar schon im Vorfeld ab, aber ein wenig enttäuscht sind trotzdem viele. Der SC Bern gewinnt gestern Abend das sechste Spiel der Finalserie gegen den EVZ 5:1 und wird zum 15. Mal Schweizermeister. «Es ist wirklich schade, aber okay. Das muss man Akzeptieren», meint Peter Hausheer aus Steinhausen nach dem Spiel. Die Niederlage für den EVZ ahnt man schon gleich zu Beginn der Partie.

Bereits in der vierten Minute schiesst Thomas Rüfenacht das eins zu Null. Zug ist wie vor den Kopf gestossen und hat Mühe, sich wieder zu fangen. Bereits neun Minuten später fällt schon das zwei zu null durch Ryan Lasch und Bern gibt weiter Gas. Besonders schön fand Hausheer, dass es im Public Viewing, wie auch in der ausverkauften Bossard-Arena bis zum Schluss des Spiels friedlich blieb. «So muss Sport sein», meint er. Trotz Kälte und Regen war auch das Public Viewing unter dem Vordach der Arena gut gefüllt. Und auch wenn sich die Festbänke im letzten Drittel gegen den Schluss etwas lichteten, stimmten die EVZ-Fans als Dank für die tolle Saison am Ende noch ein Ständchen an für ihren Club. «Wenigstens haben wir ein Tor geschossen und sind der Schande eines zu Null entgangen», findet Johannes Hegglin aus Zug.

Vielleicht war die Niederlage bereits im Wahlspruch des EVZ «gemeinsam isch nüt unmöglich» vorprogrammiert, mutmasst Roman Kretz aus Rotkreuz: «Das hätte man besser von Anfang an positiv formuliert.» Ob es wirklich nur daran scheiterte, scheint aber zweifelhaft. Bern entscheidet die Serie mit einem 4:2 klar für sich. Die Berner im Guest-Corner waren gestern Abend dementsprechend euphorisch. «Für uns war es ein sehr schönes Spiel. Mein persönliches Highlight war aber, dass die Stimmung immer freundschaftlich blieb», berichtet der Berner-Fan Daniel Ulman aus Steinhausen.

Das Public Viewing läuft

Was im ersten Drittel katastrophal begonnen hat, geht im Zweiten nahtlos weiter. In der 21. Minute schiesst Simon Moser das 3:0. Kurz darauf schiesst Ramon Untersander ein weiteres Tor. Erst in der 37. Minute schafft Fabian Schnyder für den EVZ das Ehrentor. Mit dem 5:1 setzt Andrew Ebbet kurz vor Ende des dritten Drittels den Deckel auf die Partie. Bern ist Schweizermeister.

Während den letzten Spielen zwischen Bern und Zug hat sich die Leinwand vor der Bossard-Arena samt Grill- und Bierständen in Zug zu einem gemeinsamen Event gemausert. Auch viele Zuger, die die Spiele des EVZ sonst nicht so genau verfolgen, treffen sich hier mit eingefleischten Fans. «Man wusste einfach immer, da sind viele Leute, die man kennt. Da geht was», erinnert sich Roman Kretz an die letzten Spiele. Natürlich war die Stimmung gestern nicht so ausgelassen wie letzten Donnerstag, als die Zuger bei Sonnenschein einen Sieg feiern konnten.

Man muss den Fans aber zu Ehren halten, wie sie ihrem Club trotz der Niederlage bis zum Schluss den Rücken stärkten. Auch Jacqueline Oehri aus Baar kann dem ganzen etwas Gutes abgewinnen: «So ein Abend schweisst auch zusammen. Der Regen, die Kälte die Niederlage, wenn man da am Ende noch zusammen singt, ist das schon ein gelungener Abend.»

  • (© Stefan Kaiser (Zuger Zeitung))
  • (© Stefan Kaiser (Zuger Zeitung))
  • (© Stefan Kaiser (Zuger Zeitung))

Die Zentralschweizer Eishockey-Fans verfolgten das Spiel des EVZ gegen den SCB am Ostermontag beim Public Viewing vor der Bossard Arena.

Video: «Jetzt redt de EVZ»: Fans zum letzten Spiel der Finalserie

Die Meisterschaft ist zu Ende, der Triumph der Berner sicher. Trotz Niederlage des EVZ gegen die Berner feierten die Fans ihre Spieler wie verrückt. (shä/chg, 17. April 2017)

Video: «Jetzt redt de EVZ»: Spieler zum letzten Spiel der Finalserie

Die Saison der NLA ist zu Ende: Der EV Zug verliert zuhause gegen die Berner mit 1:5. Die Stimmen seitens der Zuger zum Spiel. (shä/chg, 17. April 2017)




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