Vandalen wüten in Kapelle

MENZINGEN ⋅ Unbekannte haben bei mehreren Vandalenakten im Rathaus und im Weiler Schurtannen Schäden hinterlassen. Sogar in einer Wegkapelle gab es Verwüstungen.

13. Oktober 2016, 05:00

Immer wieder treiben in Menzingen Vandalen ihr Unwesen. Waren es bislang vor allem Bäume, die den Spitzbuben zum Opfer fielen (siehe Box), war es vor einer Woche die Kapelle Stock­acher, in der die Vandalen gewütet haben.

«Vergangene Woche kam es in Menzingen zu verschiedenen Sachbeschädigungen», präzisiert Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Polizei. So seien eine öffentliche WC-Anlage sowie eine Wegkapelle beschädigt worden. Bei Letzterer wurde Mobiliar umgeworfen sowie zwei Statuen aus Gips und ein Bild beschädigt.» Ebenfalls seien Viehdrähte und Zaunpfosten niedergerissen worden, sagt Aklin und fügt an: «Der Sachschaden beträgt insgesamt mehrere hundert Franken.» Sie erklärt: «Bei einer Sachbeschädigung handelt es sich um ein Antragsdelikt, das heisst, es ist eine Anzeigeerstattung erforderlich. Angaben zum Anzeigeerstatter oder zur Anzeigeerstatterin machen wir aber nicht. Wir unterstehen dem Amtsgeheimnis.»

Noch sei die Täterschaft unbekannt, führt Aklin weiter aus. Die Ermittlungen seien jedoch eingeleitet. Aklin: «Es wurden beispielsweise bereits einige Auskunftspersonen kontaktiert, ob sie im besagten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Jeder noch so kleine Hinweis kann die Ermittlungen weiterbringen.»

Gemeinderat bedauert die Vandalenakte

Den Sachverhalt bestätigt auch Barbara Beck-Iselin, Volkswirtschafts- und Sicherheitsvorsteherin der Gemeinde Menzingen: «Am letzten Donnerstagabend wurden in Menzingen Weidezäune entfernt, Schaden in einer Wegkapelle angerichtet und im öffentlichen WC des Rathauses ein Spiegel kaputt gemacht. Wir wurden am Freitagvormittag von den geschädigten Bauern informiert.» Diese hätten bei der Polizei Anzeige erstattet. Und das Bauamt habe die Polizei ebenfalls informiert.» Der Schaden seitens Gemeinde sei klein, fügt Beck an und sagt: «Über die Täterschaft ist der Gemeindebehörde nichts bekannt, die Ermittlungen laufen.» Die Polizei habe die Schäden aufgenommen und könne keine Auskunft geben.

«Der Gemeinderat bedauert diese Vandalenakte sehr und verurteilt vor allem die Übergriffe aufs Schärfste», betont Beck: «Die Beschädigungen an der Kapelle Stockacher sind besonders verwerflich. Wir hoffen, die Täterschaft kann eruiert werden, und bitten, sachdienliche Hinweise an die Zuger Polizei zu melden.»

«Ich will kein Öl ins Feuer giessen»

Sie habe in diesem Zusammenhang auch mit den Verantwortlichen des Bundesasylzentrums auf dem Gubel Kontakt aufgenommen, erklärt Beck. Dies, da die Vandalenakte auf dem Weg zwischen Menzingen und dem Gubel verübt wurden. «Die Kontrollen im Gebiet des Zentrums und auf dem Weg ins Dorf durch die Securitas wurden intensiviert. Kontrolliert wurde auch seitens der Polizei.» Hans Röllin ist Besitzer der Kapelle Stockacher und bestätigt die Vandalenakte in seiner Kapelle, die gestern für Besucher geschlossen war. «Die Polizei war hier und hat die Schäden aufgenommen. Und das ist gut so», sagt Röllin. Mehr wolle er dazu nicht sagen. «Ich will kein Öl ins Feuer giessen.»

Wer am Donnerstag, 6. Oktober, zwischen 18 und 21 Uhr, im Bereich Gubelstrasse in Menzingen verdächtige Wahrnehmungen gemacht oder verdächtige Personen beobachtet hat, ist gebeten, sich bei der Zuger Polizei unter Tel. 041 728 41 41 zu melden.

Charly Keiser


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