Zuger Bevölkerung kann sich zum kantonalen Richtplan äussern

RICHTPLANUNG ⋅ Die Zuger Baudirektion hat ihren Entwurf zur Anpassung des kantonalen Richtplans öffentlich aufgelegt. Die Zugerinnen und Zuger können sich bis zum 28. Februar 2017 dazu äussern. Danach werden die Resultate des Mitwirkungsverfahrens eingebaut. Geplant ist, dass der Bundesrat den überarbeiteten Richtplan im Sommer 2018 genehmigen wird.

01. Dezember 2016, 13:26

Von den Anpassungen betroffen ist hauptsächlich das Kapitel «Grundzüge der räumlichen Entwicklung», wie die Baudirektion des Kantons Zug am Donnerstag mitteilte.

So gliedert sich der Kanton Zug beispielsweise neu in vier Landschaften: Stadt-, Zwischen-, Kultur- und Naturlandschaften. Die im Richtplan von 2004 verankerten sechs Teilräume seien aus heutiger Perspektive nicht mehr zielführend.

Diese Gliederung stütze sich auf das Raumkonzept des Metropolitanraums Zürich und konkretisiere dieses. 85 Prozent des Wachstums finden zukünftig in den urban geprägten Stadtlandschaften statt.

Ebenfalls wurden unter anderem die Bevölkerungszahlen angepasst. Im heutigen Richtplan rechnete man im Jahr 2030 mit 135'000 Bewohnern. Aufgrund der neusten Prognosen des Bundesamts für Statistik (BFS) sieht der Richtplan für 2040 rund 148'500 Einwohner vor.

5 Jahre Zeit für Anpassung

Nach der Anpassung dieses Kapitels und einigen Folgeanpassungen in weiteren Kapiteln soll der Richtplan des Kantons Zug wieder den Anforderungen der Bundesgesetzgebung entsprechen.

Die Überarbeitung wird notwendig, da im Jahr 2014 die Revision des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes (RPG) in Kraft gesetzt wurde. Damit sind die Kantone verpflichtet, ihre Richtpläne innert fünf Jahren den neuen Anforderungen anzugleichen. (sda)


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