Kantonsrat will Ausbau von Kiesgrube Bethlehem bewilligen

BAUPROJEKTE ⋅ Das Kiesabbaugebiet Bethlehem in Menzingen-Edlibach soll ausgebaut werden können: Der Zuger Kantonsrat hat am Donnerstag in erster Lesung die entsprechende Bewilligung erteilt. Dagegen war die Fraktion der Grünen, da es sich bei diesem Gebiet um eine Moränenlandschaft handelt.

28. Januar 2016, 14:36

Eine Mehrheit des Rates erkannte im Kiesabbau in Menzingen-Edlibach ein "überwiegendes, öffentliches Interesse". Dagegen war einzig die Fraktion der Alternativen-die Grünen (ALG), weil damit ein Stück Moränenlandschaft zerstört werde. Es entstehe eine "Narbe in der Landschaft".

Baudirektor Heinz Tännler (SVP) versuchte die ALG zu beruhigen. In etwa zwanzig Jahren, nach dem Kiesabbau, werde das Gelände wieder aufgefüllt und ökologisch aufgewertet, versprach er. Dann sei es sogar noch wertvoller als heute. Eine ganze Reihe von Tier- und Pflanzenarten würden dort neuen Lebensraum finden.

Die zweite Lesung für diese Bewilligung findet in einigen Wochen statt. Die aktuelle Abbaufläche der Kiesgrube Bethlehem, die von der Kibag betrieben wird, reicht noch für etwa 13 bis 15 Jahre. Bereits seit 2009 ist das zusätzliche Gebiet im Richtplan eingetragen. Wegen eines formellen Fehlers der Regierung fehlte bisher aber die Bewilligung im Sinne des Moränenschutzes. (sda)


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