Ab ins kühle Nass

FRÜHSOMMER ⋅ Die Badesaison im Kanton Zug hat begonnen. Die Temperaturen erreichen Mitte Woche Spitzenwerte – aber bereits jetzt haben einige erste Schwimmzüge gewagt.
16. Mai 2017, 07:01

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Die Sonne scheint, und es wird wärmer. Am Mittwoch meint es Petrus besonders gut: Laut Wettervorhersagen steigt das Thermometer auf 25 Grad. Pünktlich auf das T-Shirt-Wetter haben auch die Badis ihre Schwimmbäder, Liegewiesen oder See­zugänge herausgeputzt.

In der Stadt Zug hat die Saison in den Seebädern, im Strandbad, in Seeliken, Siehbach, Tellen­örtli, Trubikon und Brüggli begonnen. «Am Wochenende haben wir noch ein bisschen gelitten – das Wetter war noch nicht so gut, und das Streetfood-Festival Gluscht hat stattgefunden», sagt Barbara Gilardoni, die den Gastronomiebetrieb in der Seeliken führt. Der Zugersee ist noch ziemlich kühl. «Anfang April sind aber schon die Ersten bei 7,5 Grad schwimmen gegangen», erzählt Barbara Gilardoni lachend. Da es immer viel zu tun gebe, auch in der Vorbereitungsphase, «beginnen wir schon Ende März mit Putzen und Paratmachen», erklärt sie weiter. Ganz besonders freut sich Barbara Gilardoni auf die sechs Musikevents, die in dieser Saison in der Seeliken stattfinden werden: «Auch das Paella-Essen machen wir wieder», bestätigt sie.

Schwimmbad Rotkreuz feiert Geburtstag

Im Schwimmbad Rotkreuz an der Buonaserstrasse 29 steigt am 8. Juli ein grosses Fest: «Wir feiern das 50-Jahr-Jubiläum», sagt Bademeister Guido Longo. Letzten Samstag haben die ersten Badegäste das 18 Grad warme Schwimmbecken ausprobiert: «Den Kindern macht die Temperatur nichts aus.» Alles in allem sei der Start gelungen: «Es war wunderschön», freut sich der Bademeister, der nach eigenen Angaben bereits um die 50 Gäste begrüssen durfte. Auch das Seebad Zweiern in Buonas hat nun geöffnet. Weitere Bademöglichkeiten im Ennetsee bieten das Strandbad Kemmatten in Hünenberg See, das Seebad Hirsgarten – auch die Hirsi-Seelounge hat bei schönem Wetter geöffnet – und das Strandbad Seeweg in Cham. Pascal von Däniken, Verantwortlicher des Strandbads, meldet Wassertemperaturen von 16 Grad. Die Eröffnung am Wochenende sei ruhig verlaufen: «Einzelne räumten ihre Kästchen ein, andere sassen gemütlich im Restaurant, und ein paar wenige Badi-Fans wagten sich tatsächlich bereits in den See.»

Im Strandbad Walchwil steht Bademeister Mario Zanella seit dem 6. Mai im Einsatz: «Die Leute können kommen, wenn es schön warm ist», sagt er lachend. Am Schwimmen seien die Badegäste aber noch nicht. Im Strandbad Lido in Unterägeri sieht das ein wenig anders aus: «Bei uns baden momentan vor allem die Engländer, die sind sich das kalte Wasser wohl gewöhnt», erzählt Betriebsleiter Erwin Blattmann und räumt ein: «Mir sind die 13 Grad noch zu kalt.» Der plötzliche Wintereinbruch des vergangenen Monats habe seine Spuren hinterlassen: «Die Pappel unten am See hat gelitten und sieht ein wenig mitgenommen aus», sagt er. Der Baumpfleger sei vorbeigekommen und habe sich darum gekümmert.

Wer in Baar einen Sprung ins Schwimmbecken wagen möchte, kann dies im Freibad Lättich tun, das seit Anfang des Monats zum Sommerbetrieb gewechselt hat.


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