Abwrackprämie soll Ölheizungen verschwinden lassen

STADT ZUG ⋅ Alte Ölheizungen würden trotz Alternativen noch zu häufig mit neuen Ölheizungen ersetzt werden, findet die Zuger Stadtregierung. Eine Abwrackprämie soll das jetzt ändern.
08. Januar 2018, 11:59

Noch sind in der Stadt Zug über 1000 Ölheizungen in Betrieb. Neun von zehn Gebäuden in der Stadt Zug werden heute noch mit Heizöl und Gas beheizt, wie die Stadtkanzlei am Montagvormittag mitteilte. Viele davon seien mehr als 20 Jahre alt und würden wohl in den nächsten Jahren ersetzt werden. Insbesondere bei kleineren Anlagen gebe es meist auch umweltfreundlichere Alternativen, die jedoch höhere Investitionen voraussetzten.

Allzu oft würden deshalb Ölheizungen wieder mit Ölheizungen ersetzt. Was auf den ersten Blick als einfach und günstig erscheine, könne auf lange Sicht betrachtet teuer werden. «Fossile Rohstoffe werden immer kostbarer, um sie zu verheizen», wird Urs Raschle, Vorsteher des Departementes Sicherheit, Umwelt und Soziales, in der Mitteilung zitiert. Alleine die CO2-Abgabe des Bundes auf Heizöl werde neu auf 25 Rappen pro Liter angehoben. Ausserdem würden die allgemeinen Kosten des Klimawandels immer grösser.

5000 Franken für die alte Heizung

Deshalb sollen 2018 in der Stadt Zug vorerst 20 Eigentümer von alten Ölheizungen in den Genuss einer zusätzlichen Abwrackprämie kommen, wenn sie sich für ein Heizsystem entscheiden, das mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Ist die alte Heizung 20-jährig und nicht grösser als 40 Kilowatt, werden 5000 Franken in Aussicht gestellt. Die Prämie müsse vor der Auftragsvergabe bei der Energiekommission eingereicht werden, so die Stadtverwaltung weiter.

Auch beim Verkehr will die Stadt die fossilen Treibstoffe reduzieren, indem sie die Elektromobilität fördert. Dabei sollen 2018 Infrastrukturlösungen für mehrere Ladestationen unterstützt werden - vor allem Mehrfamilienhäuser mit mehreren Parkplätzen und Tiefgaragen sollen davon profitieren.

Die Stadt Zug hat sich verpflichtet, mittelfristig die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Die Stimmberechtigten haben eine entsprechende Volksinitiative am 15. Mai 2011 angenommen. 

pd/sda/dvm


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