Betroffene sind mit dem Sozialdienst der Stadt Zug mehrheitlich zufrieden

BEFRAGUNG ⋅ Der Sozialdienst der Stadt Zug erhält mehrheitlich gute Noten. Betroffene fühlen sich freundlich bedient, gut informiert und kompetent beraten. Im Schalterbereich wünschen sie sich jedoch mehr Privatsphäre.
15. September 2017, 11:24

Positiv waren die Rückmeldungen der Zufriedenheitsbefragung auch bezüglich Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Flexibilität und Erreichbarkeit der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Dies geht aus einer Befragung hervor, deren Resultate die Stadt Zug am Freitag veröffentlichte.

Verschickt wurden 348 Fragebögen, zurück kamen 181. Befragt wurden Personen, die zwischen Mai 2014 bis April 2016 im Rahmen der wirtschaftlichen Sozialhilfe finanziell unterstützt wurden.

Für den Bezug von wirtschaftlicher Sozialhilfe müssen verschiedene Auflagen erfüllt werden. Dazu zählen beispielsweise die Annahme einer zumutbaren Arbeit oder den Wechsel in eine günstigere Wohnung. Gut ein Drittel der befragten Personen gab an, dass in diesem Zusammenhang teilweise gegen ihren Willen entschieden wurde.

Die Befragung zeigt auch, dass die Hemmschwelle, sich beim Sozialdienst zu melden, im Vergleich zu früheren Befragungen gestiegen ist. Dies sei nicht nur negativ, schreibt die Stadt.

Problematisch werde es aber dann, wenn Hilfesuchende sich aus Scham zu spät melden. Um die Atmosphäre, vor allem aber die Anonymität zu verbessern, wurden bereits im Jahr 2011 Umbauten im Schalterbereich vorgenommen. Laut Umfrage ist dieser Bereich aber immer noch zu wenig abgegrenzt und zu eng. (sda)


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