Carina I. ist die Steimuetter

STEINHAUSEN ⋅ Die Fasnachtsgesellschaft hat im Restaurant Schnitz und Gwunder das Oberhaupt bekannt gegeben: Gemeinderätin Carina Brüngger-Ebinger bekommt das Zepter.
12. November 2017, 18:33

Carina Brüngger-Ebinger, ich gratuliere Ihnen zum Amt der Steimuetter. Waren Sie schon immer Fasnächtlerin?

Vielen Dank, es ist eine grosse Ehre für mich. Und ja, die Familie Ebinger hat einen starken Bezug, vor allem zur Luzerner Fasnacht. Mein Grossonkel Sepp Ebinger war Mitbegründer der ersten Guuggenmusig in Luzern, und mein Onkel Seppi Ebinger war jahrelang Tambourmajor bei der Bohème-Musig. Ich war als Kind während der Fasnacht immer in Luzern. Seit jeher bin ich also mit der fünften Jahreszeit verbunden. Darum habe ich später bei der Fasnachtsgesellschaft in Steinhausen auch im Vorstand mitgearbeitet. Als ich für das Amt als Steimuetter angefragt wurde, fühlte ich mich sehr geehrt und freute mich dementsprechend.

Was denken Sie, warum wurden Sie angefragt?

Ich gehe davon aus, dass jeweils jemand mit Bezug zu Steinhausen gesucht wird. Ich kenne die Kriterien aber nicht, weil dies nie Aufgabe des Vorstandes war, sondern in den Händen der Ehrengarde liegt.

Momentan läuft bei Ihnen einiges: Sie sind Gemeinde­rätin und kandidieren nun für die FDP als Regierungsrätin. Haben Sie das Amt aus Prestigegründen übernommen?

Nein, sicher nicht. Die Anfrage für das Amt als Steimuetter kam schon sehr früh, und ich habe lange vor der Diskussion betreffend einer Regierungsratskandidatur zugesagt.

Bleibt jetzt noch genügend Zeit für Familie und Freunde während der Fasnacht?

Als ehemaliges Vorstandsmitglied habe ich zwar eine Ahnung, welche Aufgaben mich erwarten, aber vorstellen kann ich es mir trotzdem noch nicht. Von meinen Vorgängern höre ich, dass es eine tolle und schöne Zeit ist. Und das würde ich gerne mit allen Fasnächtlerinnen, Fasnächtlern und meinem Gefolge erleben – einfach eine tolle Zeit. Da mein Mann selber in einer Guuggenmusig ist und meine Kinder erwachsen sind, wird mich zu Hause niemand vermissen.

Wie passt das Motto «Fêtes des Vignerons» der dies­jährigen Steinhauser Fasnacht zu Ihnen?

Meine Mutter kommt aus der Romandie. Zirka alle 25 Jahre findet in Vevey das Fest «Fêtes des Vignerons» statt. Es ist ein Theaterspektakel mit farbenfrohen Kostümen und Umzügen. 1977 war ich das erste Mal an diesem Fest, und es hat mich unglaublich beeindruckt. Es ist ein wunderschönes Fest wie unsere Fasnacht – das nächste findet übrigens 2019 statt. Ich dachte, ich bringe ein bisschen Romandie nach Steinhausen, und da wir hier auch ein Winzerfest haben, fand ich, das passt.

Interview: Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch


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