Casino Zug lädt zur grossen Eröffnung

UMBAU ⋅ Über ein Jahr mussten die Zugerinnen und Zuger warten, nun ist es so weit: Das Casino öffnet nach dem Umbau am Samstag seine Türen wieder. Die Feierlichkeiten dauern das ganze Wochenende. Neben Konzerten gibt es auch Führungen mit dem Architekten.
15. September 2017, 08:50

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

Die Stadt freue sich, die «alte Dame» im September wieder der Zuger Bevölkerung zu übergeben, sagte der Stadtzuger Bauvorsteher André Wicki Ende des letzten Jahres. Nun ist es so weit: Nach einer 14-monatigen Restaurierung öffnet das Theater Casino Zug übermorgen seine Türen. Innen wie aussen wurde das altehrwürdige Haus, in den Jahren 1908/1909 von den Architekten Dagobert Keiser und Richard Bracher erstellt, rundum erneuert. Am auffälligsten dürfte der neue Anstrich der Fassade sein: Diese ist nicht mehr altrosa gehalten, sondern, wie im Originalzustand, in Weiss und Grau. Und auch die grossen Türen kommen wieder in der Originalfarbe Grau anstatt Rostrot daher.

Aber auch der Erweiterungsbau des Zuger Architekten Hans-Peter Ammann von 1981 wurde umgebaut: Im Theatersaal wurde die Bühnentechnik erneuert, und im Zwischenteil zwischen den beiden Gebäuden empfängt ein neues Foyer die Besucher.

Erfreulich für die Stadt wie auch für die Bevölkerung: Gemäss dem Stadtrat konnte der Gesamtkredit von 18,4 Millionen Franken eingehalten werden.

Auftritt verschiedener Zuger Ensembles

Bilder aus dem Innern des restaurierten Casinos gibt es allerdings noch keine; die Verantwortlichen möchten das Haus beziehungsweise die Häuser der Bevölkerung und den Medien am Samstag als Ganzes präsentieren. Geschehen soll dies laut den Verantwortlichen im Rahmen eines grossen Programms, welches sich über das ganze Wochenende erstreckt (siehe Box). Die Türöffnung und die feierliche Schlüsselübergabe durch Stadtrat André Wicki ist am Samstag um 11 Uhr. Danach ist das Casino für jedermann geöffnet. Interessierte können sich bei Rundgängen mit dem Architekten des Umbaus, Ralf Edelmann, mit Handwerkern oder mit Restauratoren ein Bild machen. Diese werden stündlich durchgeführt, sagt Claudia Vieli, Marketingverantwortliche der Theater- und Musikgesellschaft Zug. «Die Idee ist, dass man im Gebäude frei zirkulieren kann. Wer sich aber vertiefter für die Restaurierung interessiert, kann sich einer Führung anschliessen.» Dazu muss ein Ticket gezogen werden, denn die Plätze pro Führung sind beschränkt. Der Eintritt zu den ­Tagesveranstaltungen ist gratis.

«Jeder kann kommen, wir hoffen auf ein volles Haus», sagt Claudia Vieli. Um gleich anzufügen, dass auch zahlreiche Besucher kaum zu Gedränge führen würden. «Das Haus ist ja ziemlich gross, die Leute werden sich rasch verteilen.» Es sei aber beim besten Willen nicht abzuschätzen, wie viele Personen erscheinen werden. «Vielleicht kommen ja noch einige Damen und Herren des Mittelalterfests – es kann alles passieren», sagt Vieli. Und es sei natürlich keinesfalls verboten, nach einem Besuch am Samstag auch am Sonntag nochmals reinzuschauen. «Wir haben versucht, das Programm so zu gestalten, dass die Leute durch Wiederholungen möglichst nichts verpassen.»

So werden nicht nur die Führungen wiederholt, sondern auch stündlich eine Lichtshow im Festsaal. Und diese beiden Elemente stehen auch am Sonntag auf dem Programm. Genauso wie Auftritte verschiedener Zuger Ensembles und Orchester. «So hoffen wir, dass die Besucher alle Arten der Unterhaltung geniessen können», so Vieli.


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