Das erfolgreiche Pilotprojekt «open box» soll weitergeführt werden

CHAM ⋅ Während drei Monaten hat die Gemeinde Cham im öffentlichen Raum Jugend-Container aufgestellt. Diese seien rege genutzt worden und auch zu Konflikten sei es nicht gekommen, zieht die Gemeinde ein positives Fazit zum Pilotprojekt «open box», Dieses soll nun an neuen Standorten weitergeführt werden.
04. Dezember 2017, 07:15

«Jugendliche zwischen Kinder- und Erwachsenenalter brauchen Orte im öffentlichen Raum, an denen sie sich ohne Erwachsene treffen können», lässt sich Christine Blättler-Müller, Gemeinderätin und Vorsteherin Soziales und Gesundheit, in einer Medienmitteilung der Gemeinde Cham vom Montag zitieren. Denn dort sei es ihnen möglich, nach dem Kindsein in neue Rollen zu schlüpfen und sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Das sei wichtig, um den Jugendlichen den Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenwelt zu erleichtern, so Blättler-Müller.

«open box» entspricht Legislaturziel

Dem Gemeinderat Cham ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich die jugendlichen Chamerinnen und Chamer auch im öffentlichen Raum entfalten können. Ein Legislaturziel lautet deshalb: «Die Nutzung von öffentlichem (Frei-)Raum ist attraktiv gestaltet und bietet vielfältige und konfliktarme Möglichkeiten für alle Bevölkerungsgruppen. Als Zielwert soll mindestens ein Projekt, welches Jugendliche zur Gestaltung von öffentlichem (Frei-)Raum vorschlagen, umgesetzt sein».

Angestrebt wird das Ziel mit dem Projekt «open box», drei Holcontainern mit einer Kantenlänge von 2.5 Metern. Die Container sind ein Geschenk Vereins Papierisch, der sie nach einer Zwischennutzung auf dem Papieri-Areal nicht mehr brauchte.

Während drei Monaten – vom 1. September bis zum 30. November 2017 – wurden die Container in Lindencham beim Jugend- und Gemeinschaftszentrum Fuhrwerk und in Enikon beim ehemaligen Kleinschulhaus aufgestellt. Sie waren jederzeit frei zugänglich.

Erfreulicher Projektverlauf

«Erfreulicherweise wurden die Container von verschiedenen Gruppen rege genutzt», sagt Christian Plüss, Leiter der Jugend- und Gemeinwesenarbeit Cham. Während des Tages habe man viele kleinere Kinder gesehen, die die Box benutzen, nach der Schule Kinder der Primarschule und am Abend Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. «Es sind uns keine Klagen über Lärm oder Verschmutzung zu Ohren gekommen», so Plüss.

Neue Standorte gesucht

Nach den positiven Rückmeldungen der Nutzenden soll das Projekt fortgesetzt werden. «Konkret suchen wir für die ‹open box› definitive Standorte», erklärt Plüss. Deshalb wird einer der drei Container bis Mitte Dezember 2017 vor dem Mandelhof aufgestellt sein. «Chamerinnen und Chamer können sich dort ein eigenes Bild der ‹open box› machen und uns verraten, wo die Container ein definitives Zuhause zum Nutzen der Jugendlichen finden können».

pd/zim


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