Die Katholische Kirche in Zug hat ihre Homepage entrümpelt

ZUG ⋅ Zum Start des neuen Kirchenjahres am ersten Adventssonntag ist der Internetauftritt der vier Stadtpfarreien, der Kirchgemeinden und ihnen zugewandten Institutionen neu gestaltet worden. Die Homepage wirkt frisch und regt zum Surfen an.
05. Dezember 2017, 07:42

Wer in der vergangenen Woche auf die Internetseite der Katho­lischen Kirchgemeinde Zug geklickt hat und es am ersten Adventssonntag wieder getan hat, der hat wohl einen Augenblick innegehalten und sich gefragt: Was ist denn da passiert? Die Adresse www.kath-zug.ch ist die gleiche geblieben, die Aufmachung hat sich aber radikal geändert. Das Blau ist in die Netzewigkeit entschwunden. Jetzt dominiert Rot. Feuer und Flamme werden wohl auch die Nutzer der Homepage sein, die nun nicht mehr so unübersichtlich ist wie ihre Vorgängerin. Dann ist erreicht, was die Macher im Sinn gehabt haben. «Sie soll ansprechend sein, und der Nutzer soll gerne daraufschauen», sagt Reto Kaufmann. Er ist Pfarrer in der Pfarrei St. Michael.

Den neuen Auftritt hat die Institution bewusst auf den ersten Adventssonntag gelegt. An diesem Tag beginnt das neue Kirchenjahr. Neu ist nun auch, dass die vier Stadtpfarreien, die diakonische Fachstelle und die Kirchgemeinde unter der Dachmarke «Katholische Kirche Stadt Zug» auftreten. Das heisst: Die pastorale und die staatskirchenrechtliche Seite treten fortan gemeinsam unter einem Logo auf. Wo Kirche draufsteht, ist jetzt auch alles, was mit ihr zu tun hat und was sie tut, vereint. Reto Kaufmann sagt deshalb: «Ich finde auf der neuen Homepage alles, was ich suche.»

Wie Silvia Thalmann, die Geschäftsstellen­leiterin der Katholischen Kirch­gemeinde, in einer Mitteilung schreibt, ist die entrümpelte Homepage auch eine Botschaft: Damit lösen die Institutionen das Versprechen ein, «eine Kirche zu sein, die präsent ist, den Dialog pflegt und Türen öffnet». Die Homepage habe aber bewusst nicht das Ziel, zum Einheitsbrei zu verkommen. Das schlichte Logo «Katholische Kirche Stadt Zug» solle das Eintrittsportal sein. Die Institutionen dahinter würden aber auch weiterhin ihre Identität behalten. Es ändere ­einzig, dass alle das gleiche Ziel haben.

Die moderne Kirche erschöpfe sich längst nicht mehr darin, die Frohe Botschaft von Jesus zu verkünden. Die Kirche wolle auch nicht auf das Messelesen reduziert werden. Dieses Versprechen löst sie gleich auf der Startseite ein. Dort wechseln Bilder alle paar Sekunden. Sie geben ­einen kurzen Einblick in die ­vielfältige Tätigkeit dieser Körperschaft. Und am rechten Rand ­erhält der Suchende einen schnellen Überblick über die aktuelle Agenda. Wer tiefer gehen will, findet mit ein paar Klicks alle Informationen, die er auf dieser Homepage zu finden hofft. Ob dies ein Krankenbesuch oder sonst eine kirchliche Hilfestellung ist, das mühsame Suchen früherer Tage ist nicht mehr. Informativ ist dabei, dass die kirchlichen Feiern wie Taufe, Hochzeit oder Beerdigung in einer gut verständlichen Weise beschrieben werden. Das Angebot wird komplettiert, indem es bei den beschriebenen Themen Hinweise hat, wo sich der Nutzer der Homepage hinwenden kann, wenn er mehr wissen will. Auch Angebote der reformierten Kirche haben in der Agenda Platz. «Wir haben keine Berührungsängste», sagt Reto Kaufmann.

Der Internetauftritt wird weiterentwickelt

Die Kirche will mit dem neuen Internetauftritt «einen Schritt in die Zukunft machen». Das ist ihr gelungen. Die Homepage wird bald weiter aufgewertet. Sie soll unter anderem mit einer Buchungsplattform für Räume im Besitze der Kirche ergänzt werden. (mo)


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