Ein Fest für Wasserratten

ZUG ⋅ Trotz durchzogenem Wetter war die Seepromenade auch dieses Jahr fest in den Händen von Wassersportlern. Das Schwimmfest war ein Erfolg – auch für diejenigen, die an Land blieben.
13. August 2017, 20:32

Nils Rogenmoser

redaktion@zugerzeitung.ch

Viele hatten sich den Tag für das Schwimmfest Zug wohl etwas wärmer und sonniger gewünscht – trotzdem war die Stimmung am Samstag bei angenehm milden Temperaturen und bewölktem Himmel entlang der Seepromenade bereits am Vormittag gut. Es wurde locker geplaudert und gegessen – und man motivierte sich gegenseitig. Früh begannen nämlich bereits die ersten Spiele der Wasserball­turniere.

Nebst den Profis, die sich in den Kategorien Herren oder Junioren massen, waren auch Amateure vom technisch anspruchsvollen Sport angetan. Trotz reichlich viel Spass wurde im Wasser um jeden Ball gekämpft. Ahmed Mehila spielte zum ersten Mal Wasserball. Kurz nach einem Einsatz berichtete er von seinen Erfahrungen: «Ich bin ziemlich spontan ins Team eingetreten, das meine Kollegen gebildet haben – es war ein guter Entscheid. Der Sport ist zwar anstrengend und hektisch, macht in erster Linie aber Spass.»

Tina Meier hatte sich zusammen mit anderen Organisatoren am Infostand eingerichtet. Sie nahm Anmeldungen für das Promenadenschwimmen, das alljährliche Highlight, entgegen: «Es ist schade, dass das Wetter nicht so mitspielt wie beispielsweise letztes Jahr. Es haben sich knapp 40 Leute fürs Promenadenschwimmen angemeldet, was trotzdem erfreulich ist.» Erwähnenswert sei eine Familie, die mit ihrem Kleinkind im Schlauchboot mitgeschwommen sei, meinte sie.

Gegen 15 Uhr fanden sich die ersten Schwimmerinnen und Schwimmer in der Badi Seeliken ein. Es dauerte dann noch eine Viertelstunde bis zum Start. Geschwommen wurde im Rundkurs über die zwei Distanzen von 600 beziehungsweise 1200 Metern. Dabei wurde deutlich, welche Begeisterung der Schwimmsport auszulösen vermag – so betrug die Altersdifferenz zwischen dem jüngsten und dem ältesten Teilnehmer etwa 54 Jahre. Einige Startende waren Teil der Organisation Ocean Swimmer und schwammen für einen guten Zweck. Vor dem Start herrschte eine fokussierte Stimmung, die durch witzige und freundschaftliche Sprüche aufgelockert wurde.

Rosafarbene Badekappen für Promenadenschwimmer

Als wollte Petrus zeigen, dass er den Schwimmsport doch liebt, liess sich beim Start sogar die Sonne durch die Wolken erblicken. Dann ging es los! Viele wählten den Crawl-Schwimmstil, und bald waren die rosafarbenen Badekappen im Wasser bereits nur noch aus der Ferne sichtbar. Sichtlich gelöst, aber auch erschöpft erreichte Franco Reale als Vierter über die Distanz von 1200 Metern das Seeliken wieder. «Ich bin zum zweiten Mal am Promenadenschwimmen gestartet und geniesse die tollen Leute und das Ambiente. Wettkampf wird hier super mit Spass verknüpft.»

Alle, die sich am und im Wasser wohlfühlen, finden nur lobende Worte für das Schwimmfest und tragen jedes Jahr dazu bei, dass der Event nicht ins Wasser fällt – egal ob das Wetter nun mitmacht oder nicht.


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