Engel thront wieder auf dem Dach von Zug

WILDSPITZ ⋅ Früher als geplant hat der Davoser Künstler Andreas Hofer den «grössten Engel der Zentralschweiz» an seinem Sommerplatz installiert. Für Biker und Wanderer ist er ein Zeichen für die letzten Meter der Tour.
14. Juni 2017, 08:02

Alpauffahrt sagt man im Kanton Schwyz, wenn die Rinder zu Sommerbeginn auf die Alp marschieren oder gefahren werden. Seit wenigen Tagen sind auf den Alpweiden des Rossbergs und damit auch auf dem Wildspitz wieder Rinder zu sehen und anzutreffen. Und auch der «grösste Engel der Zentralschweiz» des Davoser Künstlers Andreas Hofer ist seit dem letzten Mittwoch wieder auf «seiner» Alp. «Eigentlich hätte der Engel erst am Wochenende auffahren sollen», sagt Jürg Rother, reformierter Pfarrer von Ägeri, der den Engel seit 2011 auf den Wildspitz auffahren lässt. «Künstler Andreas Hofer hat die Auffahrt aber vorgezogen, weil er weiss, dass am Mittwochabend jeweils viele Engelfreunde im Berggasthof Wildspitz ihr Nachtessen zu sich nehmen.»

Zum siebten Mal ist der Engel heuer auf dem Dach des Kantons Zug, und am 1. August findet der siebte ökumenische Berggottesdienst statt – zelebriert von Jürg Rother und dem Stadtzuger Pater Karl. Die Feier beginnt um 11 Uhr, und auch Engel-Vater Andreas Hofer wird dazu aus Davos anreisen. Samuel Kunz und dessen Tochter Tabe sind mit ihren Alphornklängen für den musikalischen Teil des Gottesdienstes verantwortlich.

Und wie lange bleibt der Engel in diesem Jahr denn auf dem höchsten Punkt der Stadt und des Kantons Zug? «Er bleibt eine Woche länger als die Rinder. Nach ihrem Abzug geht auch der Engel», löst Pfarrer Rother auf. Im Kanton Schwyz sagt man dazu übrigens Alpabfahrt.

 

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch


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