Mehr Sitzplätze in der Bossard-Arena

ZUG ⋅ Bis zum ersten Heimspiel der Champions Hockey League (31. August) wird die Bossard Arena umgebaut. Es entstehen zusätzliche Sitzplätze, eine neue Eishockeybande und neu gestaltete Gastronomieräumlichkeiten. Die Zuschauerkapazität liegt neu bei 7'200 Personen.
07. August 2017, 10:04

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Der EV Zug spielt am 31. August zum ersten Mal in der Saison 2017/18 in der Bossard-Arena. Im Rahmen der Champions Hockey League trifft er auf Neman Grodno (19.45 Uhr) aus Weissrussland. Dabei werden in der Arena die neuen flexiblen Banden erstmals einem Härtetest ausgesetzt. Sie sind ab der Spielzeit 2018/19 für die beiden obersten Eishockey­ligen Pflicht. Dabei haben die Zuger die belastungsreduzierenden Ban­den selber bezahlt. Kostenpunkt: 250 000 Franken.

Wieso hat der Vizemeister der vergangenen Saison nicht gewartet, bis die Stadt Zug als Arena-Eigentümerin eine solche installiert und berappt? Der EVZ-CEO Patrick Lengwiler sagt: «Wir bekommen so die Banden, die wir wollen. Sie bieten die höchste Sicherheit für die Spieler. Das ist uns wichtig.» Die Spielfeldumrandungen haben sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Die neuen Banden sind rund 15 Zentimeter tiefer als die bisherigen. Sie haben nur mehr eine Höhe von knapp einem Meter. Auf ihr wird Acrylglas aufgesetzt, um die Zuschauer zu schützen. Auch die Netze hinter den Toren werden wie bisher eingebaut. Lengwiler glaubt zudem noch an einen zusätzlichen Mehrwert: «Bei kernigen Checks verspreche ich auch den Fans und den Zuschauern ein anderes Eishockeyerlebnis.»

Neue Sitzplätze direkt an der Bande

Nach dem ersten Finaleinzug seit 19 Jahren sind Saisontickets in der Bossard-Arena noch begehrter geworden. Das hat den EVZ dazu veranlasst, weitere freie Flächen mit Sitzplätzen zu versehen. Diese befinden sich hinter den beiden Toren. Zudem gibt es links und rechts der beiden Strafbänke noch je zwölf Sitzplätze. Laut dem EVZ-CEO garantieren die neuen «Plätze ein neues, emotionales Erlebnis», sitzen doch dort die Zuschauer auf der Höhe der Spieler und bekommen eine ganz andere Sichtweise. Wie diese Sitze in der ersten Reihe vermarktet werden sollen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Im Zuge des Einbaus dieser zusätzlichen Plätze hat der EV Zug auch die Stadionkapazität neu beglaubigen lassen. In den vergangenen Jahren sind immer wieder da und dort neue Sitzflächen hinzugefügt worden. Ausverkauft ist die Halle aber jeweils bei 7015 Zuschauern gewesen. Jetzt liegt dieser Wert bei 7200 Besuchern. «Damit ist das Maximum erreicht», sagt der EVZ-CEO Patrick Lengwiler. Derzeit wird in der Bossard-Arena das Eis aufbereitet. Es ist geplant, den Trainingsbetrieb in der Arena am kommenden Montag aufzunehmen. Eine erste Eisschicht ist bereits aufgetragen. Es fehlen noch die fürs Eishockey notwendigen Linien und die Werbung auf der Eisfläche. Weiss sind auch noch die Banden. Die Werbung soll bis zum ersten Spiel des EVZ in der Champions Hockey League eingesetzt werden.

Auch die Sportsbar 67 hat der EVZ aufgefrischt

Während der Betriebsferien der EVZ-Sportsbar 67 in der Bossard-Arena ist der Gastronomiebereich im ersten Stock renoviert worden. Im gleichen Aufwisch hat der EVZ auch die Räume des EVZ-VIP-Restaurants Legends Clubs umfassend erneuert. Unter anderem sei, wie in der gestern verschickten Medienmitteilung zu lesen ist, der Barbereich vergrössert worden. Die EVZ-Member-Card-Besitzer können neu den «Legends Club» über ein neues, stadioninternes Treppenhaus beim Sektor A1 erreichen.

Ebenfalls hat der EVZ die TV-Bildschirme in allen öffentlichen Bereichen der Bossard-Arena ersetzt. Sie sind miteinander verlinkt und können zentral gesteuert werden. «Wir haben bis dato viel in die Bossard-Arena investiert und tun dies auch weiter», sagt Lengwiler und fügt dann an: «Die Bossard-Arena ist und bleibt für uns das beste Eishockey-Stadion der Schweiz.»

Auch im Eishockeybetrieb ist auf die Saison hin einiges neu. Die Pausen sind nun 18 statt 15 Minuten lang. Und in den Playoffs wird bis zur Entscheidung gespielt. Doch bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit.


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