Geheimnis wird kurz vor der Versammlung gelüftet

KORPORATION ZUG ⋅ Die Korporationsversammlung entscheidet am Montagabend über einen Projektierungskredit für das Gebiet Geissweid/«Hirschen». Wer den Projektwettbewerb gewonnen hat, wird erst wenige Stunden davor bekannt.
17. Juni 2017, 04:39

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Am kommenden Montag lüftet die Korporation Zug das Geheimnis, wer den Projektwettbewerb für das Gebiet Geissweid/«Hirschen» gewonnen hat. Bekanntlich hat die Korporation die zwei Liegenschaften Hirschen mit der Stadt gegen Land im Göbli getauscht. Dies, um auf diesem und der sich dahinter befindenden Liegenschaft Geissweid, die ebenfalls der Korporation gehört, ein Projekt realisieren zu können.

Um 16 Uhr wird an der Vernissage am Montag das Siegerprojekt vorgestellt, ab 17 Uhr ist es zu besichtigen. In der alten Schalterhalle am Postplatz werden dieses sowie die anderen fünf Projekte dann präsentiert. An der Korporationsversammlung am Abend entscheiden die Bürger über den vom Verwaltungsrat beantragten Projektierungskredit in der Höhe von 2 Millionen Franken. Gemäss ersten Berechnungen kostet die Überbauung der Parzellen gesamthaft rund 23 Millionen Franken. Die Gemeinde wird in späteren Schritten über die Bau­kredite der einzelnen Bauwerke befinden können. «Ich freue mich auf die baldige Inangriffnahme und Umsetzung des Projekts», sagt Korporationsschreiber Daniel Schwerzmann. Und er ergänzt: «Denn die neuen Bauten werden die Gegend um den Hirschenplatz dereinst aufwerten.»

Geringere Investitionen

Schon am Montag behandelt die Korporationsversammlung auch die Rechnung 2016. Und diese ist wenig spektakulär. Statt wie budgetiert mit einem Ertragsüberschuss von 3,06 Millionen Franken resultieren nämlich 3,29 Millionen. Einzig die – im Gegensatz zur Planung – um 934000 Franken geringeren Investitionen stechen beim Durchblättern der Rechnung ins Auge. Der Grund dafür liegt bei den verzögerten Genehmigungsverfahren und damit auch bei den Bauvorhaben für die Heizzentrale Vordergeissboden und die Quelle Kaltenbrunnen. Der Verwaltungsrat stellt zudem den Antrag, das Schleifengleis im Unterfeld zurückzubauen sowie zusammen mit den SBB eine Ersatzanlage erstellen zu dürfen. Dieses Vorgehen wurde von der Korporationsversammlung zwar schon genehmigt, war aber an die Realisierung der Überbauung Unterfeld gekoppelt. Wegen des Neins in Baar und weil die SBB weiterhin ein drittes und ein viertes Gleis zwischen Zug und Baar bauen wollen, soll das Vorhaben trotzdem an die Hand genommen werden. «Die sofortige Realisierung dieses Gleises präjudiziert eine künftige Überbauung des Unterfelds in keiner Art und Weise», schreibt der Verwaltungsrat in seinem Antrag: «Sämtliche Optionen wären nach wie vor möglich.»

Für die Sanierung der Pächterwohnung im Chollerhof will die Korporation 200000 Franken einsetzen, weil per Anfang 2018 ein Pächterwechsel ansteht und seit 28 Jahren «keine ausserordentlichen Unterhaltsarbeiten vorgenommen wurden. Küche, sanitäre Anlagen und Holzheizung würden ein beträchtliches Alter aufweisen, begründet der Verwaltungsrat sein Begehren.

82000 Franken will die Korporation für den Kauf von drei Waldgrundstücken im Rischer Chilchberg, in der Dachsflue in Unterägeri und im Hintertann in Oberägeri ausgeben. Verkäuferin ist der Fideikommiss Landtwing im Gutsch.

Hinweis Die Rechnungsgemeinde der Korporation beginnt am kommenden Montagabend um 20 Uhr im Burgbachsaal. Die Vernissage des Projekts Geissweid/«Hirschen» ist von 20. bis 24. Juni (Di–Fr, 17–20 Uhr, Sa, 10–15 Uhr) geöffnet.


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