Pastoralraum Zugersee Südwest erhält neue Leitung

RISCH ⋅ Die Pfarreien Risch, Rotkreuz und Meierskappel bilden den Pastoralraum Zugersee Südwest. Bisher gehörte dieser zum Typ A, nun soll daraus ein Typ B werden. Was das genau heisst, wurde am Infoabend erklärt.
06. Oktober 2017, 08:28

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

Fünf Dörfer, drei Pfarreien und zwei Kirchgemeinden: Pfarrer Thomas Schneider kam am Infoabend zur Zukunft des Pastoralraums Zugersee Südwest, der diese Woche stattfand, gleich zum Punkt. Die fünf Dörfer (Rotkreuz, Risch, Holzhäusern, Buonas und Meierskappel), die drei Pfarreien (Rotkreuz, Risch und Meierskappel) und die beiden Kirchgemeinden (Risch und Meierskappel) sollen künftig eine gemeinsame Pastoralraumleitung erhalten. So wünscht es Bischof Felix Gmür.

Wie das umgesetzt werden kann und was das für die drei Pfarreien bedeutet, wurde an jenem Abend erklärt. Das ist auf grosses Interesse gestossen. Der Verenasaal im Zentrum Dorfmatt in Rotkreuz war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Auf der einen Seite nahmen die Mitglieder der Steuergruppe Platz. Diese haben das neue Konzept und den dafür nötigen Vertrag ausgearbeitet. Bisher gab es im Pastoralraum zwar eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen den drei Pfarreien, doch jede hatte ihre eigene Leitung: in Risch Pfarrer Thomas Schneider, in Rotkreuz Diakon Roger Kaiser und in Meierskappel Diakon Rainer Groth. Der Pastoralraum gehörte damit zur Kategorie A. Mit der Demission von Rainer Groth diesen Sommer ist nun die Zeit für einen weiteren Schritt gekommen. Der Pastoralraum soll in einen Typ B übergehen.

Die Kräfte bündeln

Das bedeutet, dass es künftig einen Hauptverantwortlichen für alle drei Pfarreien geben wird. Den Posten soll Pfarrer Thomas Schneider übernehmen. In Meierskappel hat er diese Stelle bereits im August angetreten. Noch ausstehend ist die Wahl zum Pfarrer von Rotkreuz. Das Ziel: eine bessere Ressourcennutzung. Vokabular, das nun auch auf geistlicher Ebene Einzug gehalten hat. «Es ist ja kein Geheimnis und nichts Neues, dass in den Pfarreien oft Personal fehlt», erklärt Pfarrer Schneider. Mit der neuen Leitungsstruktur sollen die Kräfte gebündelt werden. Die drei Pfarreisekretariate bleiben bestehen und seien weiterhin Anlaufstelle für die Kirchenmitglieder. «Künftig wird es aber keine territoriale Aufteilung der Arbeiten mehr geben, sondern eine kategoriale», so Schneider. Man werde pfarreiübergreifend arbeiten, jeder in dem Bereich, in dem seine Stärken liegen.

«Die Weisung für eine Einerleitung von Seiten des Bistums ist deutlich», ergänzt Gemeinde­leiter Roger Kaiser. Sogleich schiebt er nach, es sei der Regelfall, dass der Pfarrer dabei die Leitung übernehme. Er selber hätte keine Ambitionen gehabt, diesen Posten zu übernehmen. «Es gab keinen Kampf zwischen uns», erklärt er den Interessierten. Dennoch bedeutet der Wandel auch für ihn eine Veränderung: Er demissioniert als Gemeindeleiter von Rotkreuz, um Pfarrer Schneider Platz zu machen. In der Gemeinde hatte das offenbar für wilde Gerüchte gesorgt. «Ich bleibe hier», stellt er klar. Er werde Pfarrer Schneider gemeinsam mit Pfarrer Rolf Schmid, Edgar Walter als Fachverantwortlichem Katechese und Pastoralraumsekretärin Ursi Stocker sowie weiteren Haupt- und Ehrenverantwortlichen unterstützen. Gespart werde weder beim Personal noch beim Angebot, was etwa Gottesdienste angehe. So weit die Veränderungen auf seelsorgerischer Ebene. Für die Durchführung der neuen Richtung braucht es zudem die Zustimmung auf kirchenpolitischer Ebene. Der Plan kann nur in die Realität umgesetzt werden, wenn Thomas Schneider in Rotkreuz zum Pfarrer gewählt wird und beide Kirchgemeinden den Zusammenarbeitsvertrag annehmen.

Hinweis

Die Versammlung der Kirchgemeinde Risch findet am Dienstag, 21. November, jene in Meierskappel am Mittwoch, 22. November, statt.


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