Geschäftsführerin Seraina Koller verlässt Zug Tourismus

ZUG ⋅ Noch ein halbes Jahr ist Seraina Koller Chefin von Zug Tourismus. Danach verlässt sie den Betrieb. Ihre Zeit will sie noch «produktiv» nutzen.
Aktualisiert: 
09.10.2017, 19:00
09. Oktober 2017, 14:21

 

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch


Zug Tourismus muss sich eine neue Chefin oder einen neuen Chef suchen. Denn Seraina Koller verlässt die Tourismusorganisation nach über drei Jahren und per Ende März 2018. «Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen», schreibt die Organisation in ihrer gestrigen Medienmitteilung. Die neue Geschäftsführung von Zug Tourismus solle unter anderem viel Herzblut für die Region haben, Erfahrung im Projektmanagement mitbringen und innovativ sein, heisst es weiter.

Viel Herzblut und noch viel vor hat Seraina Koller, wie unsere Nachfrage zeigt. So haben sie und ihr Team eine neue Unternehmungsstrategie erarbeitet, die jetzt umgesetzt wird. «Wir fokussieren uns auf acht Marktsegmente», erklärt Koller. Diese sind auf der Website aufgelistet und werden dort erklärt. 

 

«Finanzierung sichern»

«Unser wichtigstes Thema heisst: Finanzierung sichern», betont Koller. Denn auch Zug Tourismus sei vom Sparprogramm des Kantons betroffen, und es gelte, das Budget halten oder sogar steigern zu können. Die Fokussierung auf den Kundendienst sei ein weiterer Schwerpunkt, damit die bestehenden Kunden blieben und nicht neue gesucht werden müssten. «Ganz zentral ist auch, dass wir weiter die Informationsdrehscheibe sind und diese stärken. Denn an unserem Schalter können wir den Kunden umfangreichste Informationen zum touristischen Angebot Zugs bieten.»

Fokus auf Kongresse und Tagungen

Ein wichtiges Segment seien zudem Gruppenevents und kleine Kongresse oder Tagungen, nennt Koller ein weiteres Thema der insgesamt zwölf Strategiepunkte, die Zug Tourismus im Moment besonders beschäftigen. Die Strategie sei nicht öffentlich kommuniziert, es gelte zuerst, diese intern umzusetzen. 

Ausserdem sei ein neues mehrstufiges Partnerschaftsmodell erarbeiten worden. Koller erklärt: «Bislang hatten wir Dutzende verschiedene Verträge mit unseren Partnern.» Neu gebe es deren fünf. «Nämlich eine Mitgliedschaft ab 20 Franken pro Jahr, die traditionelle Mitgliedschaft für 200 Franken jährlich sowie Promotionspartner, strategische Partner und Premium-Partner.» Die drei letzten Partnerverträge sind für jährlich 1500 bis 20000 Franken zu haben. 

Chance auch für Zug Tourismus

Noch weiss Seraina Koller nicht, wo sie künftig arbeiten wird. «Ich schaue mal, wo es mich hinzieht.» Sie brauche einen Tapetenwechsel, erklärt sie und sagt: «Ich bin jemand, der sich gerne weiterentwickelt, was für mich und auch für Zug Tourismus eine Chance bietet.»
Sie wolle noch möglichst viele Partnerschaften unter Dach und Fach bringen, antwortet Koller auf die Frage nach ihren Zielen für die letzten Monate. «Und im März wird zudem unser neuer Prospekt erscheinen.» Der Abschied falle ihr nicht leicht, denn ihr jetziger Job gefalle ihr sehr. Zug sei lieblich und sie habe ein «lässiges Team», mit dem es Spass mache, neue Dinge umsetzen und zu entwickeln, sagt sie und ergänzt: «Zug ist überschaubar und trotzdem international und innovativ. Ich werde die kurzen Wege zu den Behörden wohl vermissen. 

Hinweis: www.zug-tourismus.ch/de/zug-tourismus/offene-stellen


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