Innovative Zuger Unternehmen verblüffen das Publikum

AUSSTELLUNG ⋅ Die Messe «Aus Zug» hat in der Jahresagenda ihren fixen Platz. Zuger zeigen dabei in der Shedhalle ihre Kreationen aus den Bereichen Mode, Wohndesign Schmuck und Floristik. Das Schaufenster des Zuger Schaffens kommt bei den Besuchern gut an.
04. Dezember 2017, 05:00

Von einer «Star Wars»-Actionfigur über ein teilweise 3D-gedrucktes Klappbett bis hin zu selbst gemachtem Geschenkpapier. An der Designmesse «Aus Zug» in der Shedhalle an der Hofstrasse , die am Wochenende stattgefunden hat, ist für jedes Publikum etwas dabei. Mehr als zwanzig Künstler, Designer und Kleinunternehmen, die alle entweder in Zug wohnen oder produzieren, präsentieren sich in vier Räumen auf gut 600 Quadratmetern. Die Messe ist gut besucht. Trotzdem ist die Bewegungsfreiheit nicht tangiert. Dank den hohen Räumen herrscht ein angenehmer Geräuschpegel.

Im Hauptraum fällt das Klappbett der Firma Attinger Inneneinrichtungen auf. «Das ist unser Prunkstück. Mein Grossvater hat dieses Bett designt, und mein Vater und ich haben es weiterentwickelt», meint Marc Attinger aus Uerzlikon stolz. Einige Komponenten für die Konstruktion werden von einem 3D-Drucker erschaffen.

Bett aus dem 3D-Drucker ist ein Hingucker

Bis alle nötigen Teile für ein Bett fertig gedruckt sind, dauert es gut vier Tage. «Wir sind zum ersten Mal hier. Das Ziel ist, unsere Produkte zu zeigen und so auf uns aufmerksam zu machen», erklärt der Jüngste im Familienbetrieb weiter. Viele Aussteller kommen seit Jahren an diese Designmesse. Dieses Jahr gibt es aber auch einige neue Teilnehmer, welche sich präsentieren. So zum Beispiel Pierre Lichtsteiner aus Cham. Er stellt mit einer speziellen Drucktechnik Geschenkpapier her, welches wie ein Kunstwerk aussieht. «Ich habe diese Firma erst vor drei Wochen gegründet. Nun bin ich hier, um zu zeigen, was ich mache. Es ist logischerweise meine erste Messe, und mein Produkt kommt bei den Besuchern sehr gut an», sagt der Neuunternehmer. In einem Nebenraum sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Flugzeuge aus Lego, alte Spielautomaten, beschriebene Poster, ein alter Flügel. Es scheint nichts zu geben, was im «Atelier 63» nicht zu finden wäre.

Zwölf Personen erschaffen hier das ganze Jahr über Kunst in verschiedensten Richtungen. «Wir profitieren sehr von der jährlichen Designmesse, welche publikumsmässig den Höhepunkt des Jahres darstellt», erklärt Heather Bishop aus Zug. Sie spendet einen Teil ihres Gewinnes nach Äthiopien, um dort Waisenkinder zu unterstützen.

Die Messe hinterlässt einen inspirierenden Eindruck. «Wir sind ohne Erwartungen hierher gekommen, und es hat uns extrem gefallen. Es gibt ganz tolle Sachen zu bestaunen», sagt Monika Thalmann aus Birmensdorf. Anfang des 20. Jahrhunderts hat in dieser Shedhalle die Landis & Gyr mit ihren innovativen Produkten ihren Siegeszug in weite Teile der Welt gestartet. Vielleicht schafft einer dieser Aussteller auch den Sprung aus der kleinen Kolinstadt auf die grosse Weltbühne.

David Huwyler

redaktion@zugerzeitung.ch


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