Jetzt steht der Abstimmungstermin für den Ausbau der Schule fest

RISCH ⋅ Die Bevölkerung entscheidet am 26. November an der Urne über den Ausbau der Schule. Das Bauprojekt lag bereits öffentlich auf, weil der Zeitplan eng getaktet ist. Die Wogen um das alte Rektoratsgebäude sind anscheinend geglättet.
13. Oktober 2017, 05:00

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Das Schulareal Waldegg im Herzen von Rotkreuz wird sich in der nächsten Zeit markant verändern. Der Gemeinderat plant bekanntlich zwei Neubauten, die Platz für neue Oberstufenklassen, Kindergärten, die modulare Tagesschule, die Schulleitung mit dem Zusammenzug des Rektorats und der Administration der Schulsozialarbeit sowie weitere Nebendienste bieten werden.

Nötig ist der Ausbau, weil die Gemeinde Risch in den kommenden Jahren mit steigenden Schülerzahlen rechnet. Nun geht es mit der Planung rasant vorwärts. Der Gemeinderat hat festgelegt, dass die Urnenabstimmung über den Objektkredit von 18,9 Millionen Franken für die Neubauten «Ost» und «West» am 26. November stattfinden wird. Die Abstimmungsvorlage soll in der Woche vom 30. Oktober bis zum 4. November in die Haushalte gelangen.

Parallel zur Meierskappelerstrasse ist ein lang gestreckter Bau für die Tagesstrukturen und in der Nähe des Kreisels Waldegg-/Buonaserstrasse ein qua­dratisches Gebäude für die Sekundarstufe I vorgesehen. Der Name des Projekts des Zürcher Architekturbüros Peter Moor GmbH, «Strichpunkt», kommt also nicht von ungefähr. Der Oberstufentrakt, den man eigentlich erst zuletzt braucht, wird zuerst realisiert. Die Gemeinde will damit Rochadeflächen schaffen, um während der Bauzeit auf Provisorien verzichten zu können.

Bezug ist für Herbst/Winter 2019 vorgesehen

Das Baugesuch für die beiden Neubauten lag bereits öffentlich auf. «Der Zeitplan ist relativ eng getaktet», erklärt Gemeinderat und Schulpräsident Markus Scheidegger (CVP) das Vorgehen. «Unser Ziel ist es, nach der Ur­nenabstimmung gleich auf den grünen Knopf drücken zu können.» Die Ausschreibungen seien vorbereitet, die Feinplanung erledigt. «Gibt die Bevölkerung grünes Licht, werden die Bauarbeiten schon im Mai starten», sagt Scheidegger. Der Bezug der Neubauten wäre dann für Herbst/Winter 2019 vorgesehen.

Es sind keine Einsprachen eingegangen

Während der Auflagefrist des Bauprojekts, die am 4. Oktober endete, gingen keine Einsprachen ein. Dies, obwohl das Projekt auch den Abbruch des ehemaligen Rektoratsgebäudes an der Meierskappelerstrasse beinhaltet, in dem aktuell die Ludothek beheimatet ist. An der Gemeindeversammlung vom November 2016 war es zu einer emotionalen Diskussion um das schmucke rote Haus gekommen. Viele Einwohner waren der Meinung, man müsse sich für alte Bausubstanz einsetzen, ein ehemaliger Gemeinderat präsentierte sogar ein Alternativprojekt, um den Abbruch zu verhindern. Inzwischen seien die Wogen geglättet, sagt Scheidegger. «Wir sind mit den Kritikern von damals zusammengesessen, und der Gemeinderat hat seine Argumente noch einmal dargelegt. Die Gespräche waren konstruktiv, was sicher ein Grund ist, dass es nun keine Einsprachen gab.»

Entsprechend zuversichtlich ist Markus Scheidegger, was den Ausgang der Urnenabstimmung angeht. «Ich habe ein gutes Gefühl.» Die Vorlage, die der Gemeinderat nun präsentiert, ist der grösste Brocken einer ganzen Reihe von Massnahmen im Rahmen der Schulraumplanung 2014. Neben den Neubauten sind auch kleinere Umbauten vorgesehen, von denen ein Teil bereits realisiert ist. Die Umsetzung sämtlicher Pakete soll laut Auskunft des Schulpräsidenten bis im Jahr 2022 abgeschlossen sein, gesamthaft werden rund 35 Millionen Franken investiert.

Hinweis: Am 7. November führt die Gemeinde eine Informationsveranstaltung zu den Abstimmungsvorlagen durch. Der Anlass findet im Saal Dorfmatt statt und beginnt um 19.30 Uhr.


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