Fest der Nationen: Kulinarisches mit internationalem Flair

ZUG ⋅ Rund um den Landsgemeindeplatz fand das Fest der Nationen statt. Dreissig Migrationsvereine und ein lokaler bekochten die Besucher mit einheimischen Gerichten. Dazu serviert wurden Volkstanz und Musik.
10. September 2017, 17:01

Gebraten oder gebacken, süss oder sauer, Frühlingsrolle oder Chili con Carne – die Auswahl an unterschiedlichen Gerichten ist am Samstag beinahe endlos auf dem Zuger Landsgemeindeplatz und in der Vorstadt. Überall an den Ständen duftet es herrlich nach gebratenem Fleisch, kräftigen Gewürzen oder süssem Gebäck, was die Besucher zu einer kulinarischen Weltreise einlädt.

Neugierig stehen die vielen Besucher vor den Ständen, lassen sich erklären, woraus das Gericht genau besteht und kosten anschliessend von den Leckereien aus aller Welt. Jeder Migrationsverein präsentiert dabei sein landestypisches Gericht mit Vergnügen. Verführerisch duftendes Curry, knusprige Samosa, Cevapcici in verschiedenen Formen sind nur wenige der unterschiedlichsten Speisen, die angeboten werden. Auch Chili con Carne oder das traditionelle Ghackets mit Hörnli fehlten an diesem Samstag nicht. Und für den süssen Abgang gibt es Palatschinken oder beerige Kuchen.

Begeisternde kulturelle Vielfalt

Beim ersten Fest der Nationen 2014 war das Interesse gross, sodass die ländertypischen Speisen schnell restlos ausverkauft waren. Aufgrund dieser Begeisterung an der kulturellen Vielfalt entschied sich die Fachstelle Migration Zug (FMZ) und die Migrationsvereine des Kantons erneut ein solches «Fest der Nationen» auf die Beine zu stellen. Neben den kulinarischen Höhenflügen soll das Fest dazu einladen, sich besser kennen zu lernen. Esther Dunn, Geschäftsführerin der FMZ, freut sich in der Medienmitteilung: «Eintauchen in verschiedenste Klänge, Gerüche und Sprachen wird an diesem Tag möglich.»

Auch dieses Jahr ist das Fest der Nationen wieder ausserordentlich gut besucht – und das trotz Regen. Mit bunten Regenschirmen schlendern die Besucher zwischen den Essensständen umher oder stehen an der grossen Hauptbühne, um sich eine der volkstümlichen Darbietungen anzusehen. Präsentiert werden dabei beispielsweise traditioneller albanischer Volkstanz, Jodel oder russische Fol­kloretänze.

Die Vereine spielen nicht nur ihre Musik, sondern treten zudem in passend traditioneller Kleidung auf. Für das Publikum ein echtes Highlight, die weiten roten Hosen, glitzernden Gürtel oder langen Röcke hautnah mitzuerleben bei einem beschwingten Tanz oder leidenschaftlichem Gesang. Kulinarischer und musikalischer Austausch in einem ungezwungen Rahmen, der Jung und Alt einlädt die im Kanton Zug ansässigen Kulturen näher kennen zu lernen.

 

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

  • Die serbischen Männer kümmerten sich ums Fleisch. (© Christian H.Hildebrand)
  • Viele Zuschauer kamen trotz Regen. (© Christian H.Hildebrand)
  • Junge tamilische Frauen beim Tanz. (© Christian H.Hildebrand)

Rund um den Landsgemeindeplatz fand das Fest der Nationen statt. Dreissig Migrationsvereine und ein lokaler bekochten die Besucher mit einheimischen Gerichten. Dazu serviert wurden Volkstanz und Musik.


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