Luegeten soll ein «Daheim» sein

MENZINGEN ⋅ Die Baubewilligung und Details zur Finanzierung der Sanierung des Pflegezentrums werden bald erwartet. An einem Informationsanlass erklärten die Beteiligten, weshalb die Investitionen nötig sind.
17. Mai 2017, 07:27

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

«Es geht um ‹üsi Luegeten›. Bei der Diskussion sollten die Menschen, die es betrifft, nicht vergessen werden», sagte Gemeinde­rätin Susanne Staub (CVP), die ebenfalls im Verwaltungsrat der Luegeten AG ist, gleich zu Beginn des Informationsanlasses. Es ging darum, die interessierte Bevölkerung über den Stand der Projekte «Lueg emol» und «Luegeten unterwegs» zu informieren. Interessiert war die Bevölkerung tatsächlich: Rund 140 Menzingerinnen und Menzinger fanden sich in der Schützenmatt ein. Dazu gesellten sich Gemeinderäte aus Menzingen und Neuheim sowie Vertreter des Verwaltungsrats der Luegeten AG und der Geschäftsleitung der Luegeten. Die Sanierung des Alters- und Pflegeheims ist im Dorf schon lange Thema. Immer wieder wurde mokiert, dass der Gemeinderat nicht offen über das Projekt informiere, es sei zu teuer und die Finanzierung ein zu grosses Risiko für die Gemeinde, hiess es etwa. Zuletzt Anfang Jahr in einem offenen Brief der FDP Menzingen.

In der Zwischenzeit wurde einiges bekannt (siehe Box). Auf den ersten Blick gab es daher nicht viel Neues zu berichten. Die Erklärungen wurden dafür umso detaillierter. So führte Ruth Giger von der Amrein Giger Architekten GmbH aus Basel virtuell durch jede Etage des sanierten Alters- und Pflegeheims. Sie erklärte das Konzept hinter dem Plan und wie die Infrastruktur innerhalb des Betriebs verbessert werden soll. Anschliessend klärte Jürg Brändli, Verwaltungsratspräsident der Luegeten AG, über die Finanzierung auf. Dafür hat man sich mit der Pro Ressource professionelle Hilfe geholt. Das Beratungsunternehmen aus Zürich erarbeitet Finanzierungskonzepte und hat bereits Erfahrungen im Gesundheitswesen. Die Finanzierung brauche Zeit, so Brändli. Deshalb stehe sie bis jetzt noch nicht ganz. «Unser Ziel ist klar eine Vollfinanzierung mit einem Finanzpartner», erklärt er. Brändli rechnet damit, dass die Finanzierung wie auch die Baubewilligung und die Betriebs­bewilligung noch vor dem Sommer stehen werden.

Die Sorgen der Bevölkerung

Ist das Projekt nicht doch zu teuer, zu gross oder gar zu luxuriös? So lauteten die Befürchtungen aus dem Publikum. Der Geschäftsleiter der Luegeten, Ruedi Wismer, konnte aber sogleich klären und griff Susanne Staubs Anfangsgedanken auf: «In der heutigen Luegeten haben wir auf 50 Bewohner fünf Bade- und Duschmöglichkeiten.» Was gebaut werden soll, sei kein Luxus, sondern Mittelmass. «Was wir schaffen wollen, ist ein ‹Daheim›, man soll sich in der Luegeten wohlfühlen.» Das sei nicht nur wichtig für die Bewohner, sondern auch in Bezug darauf, ein attraktiver Arbeitsplatz zu sein.


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