Mehr Reisende in Bus und Bahn

VERKEHR ⋅ Bus und Bahn im Kanton Zug werden rege genutzt. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Nutzer um 1,1 Prozent. Das grösste Wachstum wurde zwischen Zug und Baar registriert.
17. Mai 2017, 07:22

Die Passagierzahlen im vom Kanton Zug bestellten öffentlichen Verkehr nahmen um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, wie das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr meldet. Hans-Kaspar Weber, Leiter des Amts für öffentlichen Verkehr, erklärt: «Es war trotz Entlastungsprogramm sogar ein Wachstum der Nachfrage möglich.» Von den im Jahr 2016 durch die Transportunternehmen im Kanton Zug beförderten Reisenden entfielen gut 19,5 Millionen Teilfahrten auf die Buslinien (inklusive der Zugerbergbahn) und knapp 9,9 Millionen Teilfahrten auf die Stadtbahn- und S-Bahn-Linien. Nicht berücksichtigt in der Summe von 29,5 Millionen Teilfahrten sind diejenigen Reisenden, die innerhalb des Kantons die Züge des Fernverkehrs benutzten (siehe Box).

Das grösste Wachstum konnte im Korridor Baar–Zug verzeichnet werden. Mit über 10 Prozent Wachstum, was etwa 280 000 Fahrten entspricht, entwickelt sich dieser Abschnitt weiterhin sehr positiv. Gesamthaft konnte die Nachfrage auf den Bahnlinien um 5 Prozent gesteigert werden. «Erfreulich ist auch das Wachstum auf der S5 zwischen Steinhausen und Zug um 6,8 Prozent, was wir auf die gute Einbindung dieser Linie im Bahnknoten Zug sowie die attraktive Reisezeit zwischen Steinhausen und Zug zurückführen», sagt Hans-Kaspar Weber.

Rückläufige Nachfrage auf den Buslinien

Die Buslinien verzeichnen insgesamt im Jahr 2016 einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent. Auf einigen Strecken muss berücksichtigt werden, dass eine starke Wechselwirkung Bahn/Bus besteht. Das Bild der Frequenzentwicklung beim Bus ist aber auch unter diesem Aspekt uneinheitlich. In den Bushubs Baar, Rotkreuz und im Korridor Zug–Walchwil konnten positive Zahlen beim Bus verzeichnet werden. Auf den meisten übrigen Strecken sind die nachgefragten Fahrten rückläufig. Die Nachfrage wurde auch durch das Entlastungsprogramm des Kantons Zug beeinträchtigt. Das Busangebot wurde letztes Jahr insgesamt um 3 Prozent reduziert. Ein linearer Nachfragerückgang ist aber auf den vom Abbau betroffenen Linien nicht erkennbar. Einzelne Linien wiesen sogar ein Nachfragewachstum aus, während umgekehrt Buslinien ohne Abbaumassnahme trotzdem einen Nachfragerückgang verzeichneten. Die Analyse zeigt hingegen ein klares Bild an Sonn- und Feiertagen. An diesen Tagen ging die Nachfrage auf den vom Abbau betroffenen Linien systematisch entsprechend der Angebotsreduktion zurück. (red)


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