800 Nachwuchskräfte aus der Wirtschaft treffen sich in Zug

GROSSANLASS ⋅ Ab heute findet der nationale Kongress der Jungen Wirtschaftskammern der Schweiz statt. Die Organisatoren setzen dabei auf Lokales – beim Essen, bei den Sponsoren und der Kinderbetreuung.
13. Oktober 2017, 05:00

Livio Brandenberg

livio.brandenberg@zugerzeitung.ch

 

Das Logo zeigt ein Chriesi, auf dem die Weltkarte abgebildet ist. Auch grafisch wird das Motto des diesjährigen nationalen Kongresses der Jungen Wirtschaftskammern somit abgebildet: «Local meets global» – Lokal trifft Global. Ab heute bis am Sonntag treffen sich unter diesem Motto rund 800 Jungunternehmer oder junge Führungskräfte aus der ganzen Schweiz in Zug. Auf dem Programm stehen die Generalversammlung der Jungen Wirtschaftskammer Schweiz, diverse Seminare, ein Debattierwettbewerb, eine Messe, Apéros, ein Galaabend und Führungen durch die Stadt oder hinter die Kulissen der Bossard-Arena sowie Ausflüge zu den Höllgrotten.

Um dieses Programm auf die Beine zu stellen, habe man einen grossen Aufwand betrieben, sagt Christian von Ah, Mitglied des Organisationskomitees. «Einen solchen Kongress zu organisieren, ist sicher nicht etwas, was man jeden Tag macht.» Rund 25 Leute hätten während eines Jahres am Grossprojekt gearbeitet. «Es ist für uns vom OK zu einem Hobby geworden.» Die eine oder andere Nachtschicht sei nötig gewesen. «Am Wochenende sehen wir nun, ob es sich gelohnt hat», sagt Christian von Ah. Die Veranstaltungen stehen angemeldeten Mitgliedern der Jungen Wirtschaftskammern offen; sie sind also nicht öffentlich.

600 Leute übernachten dieses Wochenende in Zug

Überzeugen wollen die Organisatoren der Jungen Wirtschaftskammer Zug die Gäste aus der ganzen Schweiz mit dem Charme, der Zug ausmache, wie auch mit wirtschaftlichen Argumenten für die Region. Das drücke auch das gewählte Motto «Local meets global» aus: «Zug verkörpert dieses Zusammengehen in einzigartiger Art und Weise», sagt von Ah. «Die Stadt und der Kanton sind sehr ursprünglich geblieben, man schaue sich beispielsweise die beibehaltenen Traditionen oder die Landwirtschaft an. Andererseits ist die Region sehr aufgeschlossen und dynamisch.» Als Beispiele nennt er das «Crypto Valley» und die vielen grossen internationalen Firmen, die sich in Zug niedergelassen haben. «Der Kanton schafft es wie kein anderer, den Spagat zu machen zwischen einem Zug, wie es unsere Väter noch kannten, und den Anforderungen einer globalisierten Welt.» Dieser Spagat finde auch Eingang ins Programm, so gebe es etwa neben Marketingtrainings auch eine Älplerchilbi und das ganze Wochenende über lokales Essen.

Es ist das zweite Mal, dass die Zuger Sektion den Nationalkongress verantwortet. Das letzte Mal war in den Neunzigerjahren. Der Kanton und die Stadt würden vom dreitägigen Kongress profitieren, ist von Ah überzeugt. Über 600 Leute hätten zwei Übernachtungen in Zug gebucht. Der Anlass sei das ideale Schaufenster, auch dank der Führungen in der Stadt oder der Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der Region.

Die Veranstaltung sei aber auch eine Plattform für Firmen. Auf der Trade Show, einer Art Messe in der Baarer Waldmannhalle, werden Unternehmen sich und ihre Produkte vorstellen. Darunter seien lokale Firmen wie auch internationale Konzerne. Dies trifft auch auf die Liste der Sponsoren zu: Dort finden sich etwa die Zuger Kantonalbank, Bossard, Baarer Bier, Etter und viele weitere Betriebe im Kanton Zug und in der Zentralschweiz. Aber auch grosse internationale «Fische» wie die UBS oder Opel. Zwei bis drei Personen hätten sich ein Jahr lang ausschliesslich mit der Suche nach Sponsoren befasst, sagt OK-Mitglied von Ah.

Kinderprogramm der Pfadi Baar

Beim diesjährigen Anlass habe man das Glück, auf eine tolle Infrastruktur zurückgreifen zu können, so von Ah. Die Seminare und Anlässe finden statt im Casino Zug, in der Waldmannhalle und der Lounge & Gallery auf dem ehemaligen Siemens-Areal beim Bahnhof. Speziell ist dieses Jahr auch der Kinderservice: Wer Kinder mitbringt, kann sie am Freitagabend der Pfadi Baar übergeben, die sich bis am Sonntagmittag um sie kümmert.


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