Rohstoffe im Fokus einer Sonderausstellung

ZUG ⋅ Im Museum für Urgeschichte(n) findet eine Ausstellung mit dem Titel «BodenSchätzeWerte – Unser Umgang mit Rohstoffen» statt. Die Ausstellung beleuchtet Schwierigkeiten und Möglichkeiten im Umgang mit Ressourcen.
14. April 2018, 08:16

Die Rohstoffverwertung und Ressourcennutzung ist hochaktuell, und dennoch scheint es manchmal schwer, einen Überblick über dieses weite Feld zu gewinnen und sich zu informieren.

Mit der Sonderausstellung im Museum für Urgeschichte(n) wird nun im Kanton Zug eine Plattform geschaffen, um sich einerseits zu informieren und andererseits in einen Dialog einzusteigen. «Mit der Ausstellung möchten wir die Möglichkeit schaffen, dem Thema neutral zu begegnen und die Ressourceneffizienz zu fördern», erklärt Christian Wirz-Töndury, Institutsleiter der Hochschule Rapperswil, Institut WERZ, das die Schau veranstaltet. In der Ausstellung werden sachlich Schwierigkeiten der Rohstoffnutzung und langfristige Folgen nicht erneuerbarer Rohstoffe präsentiert. Weiter werden auch mögliche alternative Energien vorgestellt. Da der Konsument ebenso ein Teil der Rohstoffkette ist, erhält er ab und an die Möglichkeit, seinen eigenen Umgang mit Ressourcen zu überdenken.

Zahlreiche Module

42 Module enthält die Ausstellung und deckt damit ein breites Feld ab. Ein Modul beinhaltet neben einem kurzen «Abstract» und einem ausführlicheren Text weiter ein Exponat, was die Ausstellung besonders anschaulich macht. Präsentiert werden beispielsweise der Abbau von Rohstoffen, die Aufbereitung von Metallen, schliesslich ebenso die Finanzflüsse im Rohstoffwesen oder aber die Möglichkeiten von Recycling und nachhaltigem Wohnen. Modellhaft wird dabei der Bergbau dargestellt, ein Puppenhaus mit Alltagsszenen zeigt die möglichen Energieeinsparungen und verschiedenste, teils bunte oder glitzernde Gesteine sind in den Vitrinen zu bestaunen. «Mit der Ausstellung möchten wir die ganze Komplexität des Rohstoffkreislaufs zeigen und die Besucher bestenfalls zu einem Umdenken anregen», sagt Ulrike Kastrup, Leiterin focusTerra, der ETH Zürich, welche die Ausstellung erarbeitet hat. Langfristig sei eine Veränderung möglich, wenn von der Basis, also vom Konsumenten her, eine Veränderung in der Rohstoffnutzung stattfinde.

Die attraktive Ausstellung verbindet Bereiche der Geologie, Ökonomie und Technik, sodass für jeden etwas dabei ist. «BodenSchätzeWerte sollte eine Ausstellung werden, die gesellschaftsrelevante Themen beinhaltet und direkte Interaktion fördert», ergänzt Kastrup.

Unterlagen für den Unterricht

Im Kanton Zug richtet sich die Ausstellung auch an Schulen. So wurden unter anderem Schulunterlagen für den Unterricht erarbeitet. «Bereits in der Schule auf Rohstoffeffizienz aufmerksam zu machen, ohne dabei ermahnend zu wirken, ist ein Anliegen in Zug. Daher freut es uns, diese informative Ausstellung im verankerten Museum für Urgeschichte(n) vor Ort zu haben», sagt Stephan Schleiss, Vorsteher der Direktion für Bildung und Kultur. Im Rahmen der Ausstellung findet zudem eine öffentliche Vortragsreihe mit Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen statt. Dabei soll der Kontakt zur Bevölkerung und der Dialog weiter gefördert werden.

Die vielfältige und anschauliche Ausstellung gewährt einen neuen Blick auf die Rohstoffe und präsentiert die Schätze der Erde in einem lebendigen Rundgang.

 

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

Hinweis Die Ausstellung «BodenSchätzeWerte – Unser Umgang mit Rohstoffen» startete gestern und findet bis am 21. Oktober statt. Weitere Infos unter: www.urgeschichte-zug.ch


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