Schützen freuen sich über den Nachwuchs

ZUG ⋅ Während dreier Tage hat in verschiedenen Schützenständen reger Betrieb geherrscht. In Baar freut sich der Gemeindepräsident Andreas Hotz über einen Kranz. Und ein weiterer Höhepunkt für die Schützen im Kanton ist nicht mehr fern.
12. Juni 2017, 09:35

Hugo Brugger

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Nach dem bereits vor einigen Tagen durchgeführten Vorschiessen ist am Wochenende das Hauptschiessen auf den verschiedenen Schiessplätzen von vielen Schützen absolviert worden. Am Freitag fand der Durchgang des Vorstandes des Zuger Kantonal-Schützenverbandes zusammen mit Behörden im Pistolenstand Choller statt. Anwesend waren der Vorsteher der Direktion für Bildung und Kultur Stephan Schleiss, der Baudirektor Urs Hürlimann, der Kreiskommandant und Leiter Amt für Zivilschutz und Militär Urs Marty sowie René Wild von der kantonalen Schiesskommission und Oberst Hans Wyrsch, Eidgenössischer Schiessoffizier, als Vertreter des Militärs.

Der Präsident des Kantonal-Schützenverbandes, Hans-Rudolf Reichenbach, begrüsste die Behördenvertreter und dankte ihnen für das Erscheinen, deren Wohlwollen den Zuger Schützen gegenüber sowie für die Unterstützung für das sportliche Schiesswesen im Allgemeinen.

Die Tradition des Schiessens soll weiterhin hochgehalten werden

Beim an das Schiessen anschliessenden Apéro vor dem Pistolenstand und idealen Wetterbedingungen richtete Regierungsrat Stephan Schleiss das Wort an die Anwesenden. Er überbrachte den Gruss und Dank der Zuger Regierung an den Kantonalverband und die Vereine. Der Dank gilt insbesondere für deren Anstrengungen, den Zuger Schiesssport zu fördern, und das Durchführen des ausserdienstlichen Schiessens. Damit verbunden sind Sicherheit und das Hochhalten der Traditionen.

Sorgen bereiten den Schützen die Schengen-Verträge in Bezug auf das Waffenrecht. Hier bestehen noch offene Fragen, die vom Bundesrat weiterverfolgt und mit den Schützenverbänden bereinigt werden sollten, damit endlich Klarheit geschaffen wird.

Stephan Schleiss freut sich ganz besonders auf das 19. Zuger Kantonalschützenfest 2017, welches über drei Wochenenden vom 23. Juni bis 9. Juli 2017 durchgeführt wird. «Ich werde mich dabei persönlich engagieren und abwaschen, grillieren und servieren», meinte er abschliessend.

Auf die Frage, was denn die besondere Motivation für eine Teilnahme am Feldschiessen gewesen sei, antwortet Marco Wettach aus Baar (54 Punkte): «Ich bin eben aus dem WK entlassen worden und werde mich darum bemühen, die Dienstwaffe mit der regelmässigen Teilnahme am Feldschiessen und der Absolvierung des ‹Obligatorischen› behalten zu dürfen. Dazu werde ich auch einem Schützenverein beitreten.» Vier junge Männer, unter anderem Alain Gautschi (46 Punkte) im Dienstanzug, die alle Militärdienst leisten, unterhalten sich bei Wurst und Brot angeregt über ihre Erlebnisse im Militärdienst und auf welche Weise Sport- und Schützenabzeichen erlangt worden sind.

Der erste Schützenmeister der Pistolenschützen Baar, Erwin Walthert, hat die Feuerleitung im Schiessstand Baar voll im Griff. Ruhig, aber bestimmt gibt er seine Kommandos an die Schützen und versichert sich, dass alle Vorschriften genau eingehalten werden. Somit wird die maximale Sicherheit gewähr-leistet, und der Schiessbetrieb läuft in geordneten Bahnen ab.

Nach dem Schiessen am Samstag treffen sich Gemeinderäte und Vorstandsmitglieder der Schützen der Gemeinde Baar zu einem Apéro im Freien. Dabei präsentiert Gemeindepräsident Andreas Hotz ganz besonders stolz seinen Kranz, den er auf die 300-Meter-Distanz mit 57 Punkten gewonnen hat. Er richtet seinen Dank an den Verein für die geleistete Arbeit und ist hocherfreut, dass sich wieder vermehrt junge Leute für den Jungschützenkurs interessieren und auch mitmachen. Dies auch im Hinblick auf die kürzlich installierten neuen Trefferanzeigen. Anwesend in Baar war auch der Verantwortliche für das Feldschiessen im Kanton Zug, Heinz Hunziker vom Kantonalverband. Er dankte den Baarer Schützen für die reibungslose Durchführung und wünschte ihnen weiterhin viel Erfolg.

Bei den Gewehrschützen konnte die Anzahl der Teilnehmer, mit Ausnahme von Baar und Walchwil, leider nicht mehr an die letztjährige Beteiligung an-knüpfen. Die Fusion der Schützen Ägerital bewirkte ein Minus von 27, und bei den restlichen Vereinen resultierte ein kumulierter Verlust von 60 Schützen. Die Pistoliers mussten ebenfalls einen Verlust verzeichnen, wobei Unterägeri am meisten dazu beitrug.

Hinweis

Hugo Brugger ist Pressedelegierter des Zuger Kantonalschützenverbandes.

  • Luzerner Zeitung AG
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Das eidgenössische Feldschiessen lockte am Wochenende auch die Zentralschweizer Sportschützen zum Wettkampf. Impressionen aus Emmen, Baar, Zug und Cham.


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