Das Budget 2018 weist ein Minus aus

WALCHWIL ⋅ Das Budget 2018 weist deutlich steigende Ausgaben im Sozialbereich und ein Minus aus. Die Nutzer des Gemeindesaals dürfen sich künftig über eine kostspielige Neuerung freuen.
09. November 2017, 08:41

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Das Budget 2018 sieht seinem Vorgänger ziemlich ähnlich. 1,59 Millionen Franken an Aufwandüberschuss stehen zu Buche. Der Voranschlag 2017 hat ein Minus von 1,53 Millionen Franken vorgesehen. Dies nach der Bereinigung infolge des abgelehnten kantonalen Entlastungsprogramms. Der zugrunde liegende Volksentscheid hat für Walchwil als Gebergemeinde im Zuger Finanzausgleich (ZFA) unter dem Strich den positiven Effekt von rund 385000 Franken Minderausgaben im laufenden Jahr.

Der Beitrag an den ZFA fällt im kommenden Jahr klar tiefer aus als im laufenden (siehe Tabelle). Die Ausgaben für die Sozialhilfe (von 445'000 auf 663'000 Franken) und für die Sonderschulen (von 298'000 auf 483'000 Franken) nehmen deutlich zu.

Zweite Sanierung der Audioanlage

Was die beeinflussbaren Posten anbelangt, werde die «disziplinierte Ausgabenpolitik» weiterverfolgt. Das ist nicht gleich­bedeutend mit Knausrigkeit: Für die neue Audioanlage im 1989 eingeweihten Gemeindesaal sind 62'000 Franken veranschlagt. Im Vergleich zur ersten Sanierung der Anlage 2002 ist das jedoch fast ein Klacks – sie kostete 150'000 Franken, erläutert der Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Tobias Hürlimann.

Walchwil hat die Änderungen des künftigen Finanzhaushaltsgesetzes im Budget 2018 nicht berücksichtigt, sondern plant das erst ab dem Jahr 2019 zu tun. Das betrifft auch die Abschreibungen: Vom Wechsel von der degressiven zur linearen Methode – also mit stets gleichbleibendem Prozentsatz – verspricht sich der CVP-Politiker Hürlimann eine «klare Entlastung» der einzelnen Rechnungen. Dies vor allem, weil die Abschreibung der im Herbst 2018 fertiggestellten Oberdorfstrasse nach heutigem System in den ersten Jahren massiv zu Buche schlagen würde. Die Baukosten für die genannte Strasse in der Höhe von 6,9 Millionen Franken bilden erwartungsgemäss den Löwenanteil in der Investitionsrechnung 2018. In jener finden sich neu auch 300'000 Franken Restinvestitionen für die Fussballanlage Lienisberg sowie 600'000 Franken für die Tennisplätze mit Beleuchtung, gegen die nach wie vor eine Beschwerde hängig ist.

Es ist also eine Menge Geld, das verbaut wird und werden soll. In Walchwil bleibt der Steuerfuss gleichwohl unangetastet auf 55 Prozent. Dies dank dem äusserst soliden Gegengewicht von 29,4 Millionen Franken Eigenkapital.


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